Bürgermeister bejubeln Albaufstieg-Planung

Kaum einer glaubte mehr daran - nun wird die Planung für den A 8-Albaufstieg doch noch weitergeführt. Entsprechend groß ist der Jubel der Bürgermeister im Täle über die überraschende Entscheidung.

|
Vorherige Inhalte
  • Freut sich darüber, dass es weitergeht: Bürgermeister Gerhard Ueding. 1/2
    Freut sich darüber, dass es weitergeht: Bürgermeister Gerhard Ueding.
  • Bürgermeister Roland Schweikert: "Eine tolle Nachricht." 2/2
    Bürgermeister Roland Schweikert: "Eine tolle Nachricht."
Nächste Inhalte

Neun Jahre ruhte das Planfeststellungsverfahren für den Neubau des Albaufstieges der A 8. Nun soll es tatsächlich doch noch weitergehen: Am Dienstag gab die Landesregierung bekannt, dass sie vom Bund gebeten worden ist, die Planung wieder aufzunehmen und zum Abschluss zu bringen. Entsprechend groß ist der Jubel im Täle: "Endlich haben die Verantwortlichen die Notwendigkeit des Albaufstieges erkannt und auch anerkannt", freut sich der Mühlhausener Bürgermeister Bernd Schaefer.

Wie seine Kollegen in den Nachbargemeinden war auch Schaefer zuletzt zunehmend genervt davon, wie sich Bund und Land immer wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zuschoben: "Wenn die einen sagten, man muss erst planen, damit man weiß, was es kostet, sagten die anderen, man muss erst die Finanzierung klären, bevor man planen kann. Da hat sich die Katze in den Schwanz gebissen." Dass nun das Planfeststellungsverfahren zu Ende gebracht werden soll, wertet Wiesensteigs Bürgermeister Gebhard Tritschler ebenfalls als Durchbruch für die Realisierung. Tritschler hofft, dass es nun auch bei der Finanzierung "endlich einen Konsens über die Parteigrenzen hinweg gibt".

Zuletzt wurden die Kosten für den Albaufstieg auf knapp 468 Millionen Euro geschätzt. Der Bund stellt dem Land für Neubauten in Baden-Wüttemberg aber nur 100 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. "Für dieses Projekt muss er deshalb eine Sonderfinanzierung geben", betont Tritschler. "Ich hab nicht mehr daran geglaubt, dass das tatsächlich noch weitergeht", sagt Bad Ditzenbachs Bürgermeister Gerhard Ueding. So sehr er sich freut, sieht der Schultes der vom Bau am stärksten betroffenen Gemeinde nun auch wieder die alten Probleme heraufziehen: "Mit der neuen Autobahnbrücke verlieren wir unter anderem zwei Hektar Gewerbefläche und eine eigene Trinkwasserfassung." Ueding fordert "eine angemessene Entschädigung".

Bis die ersten Autos rollen, wird wohl noch etliche Jahre dauern. Das ist den Bürgermeistern allerdings auch nicht ganz unrecht. Schließlich kämpft man vor Ort ja noch mit der Großbaustelle "Albaufstieg" der Bahn AG. Bürgermeister Bernd Schaefer rechnet mit ein bis zwei Jahren bis zum Planfeststellungsbeschluss. Wenn dann nach spätestens fünf Jahren gebaut werden muss, sind Filstalbrücke und Tunnel für die ICE-Trasse im Rohbau fertig: "Da haben wir hier keinen großen Baustellenverkehr der Bahn mehr." Da der Bau des Albaufstiegs der Autobahn bis auf die Anschlussstellen im Tunnel verläuft, müsste die alte A 8 die Baustellenlogistik gut verkraften können.

Auch der von den jüngsten "Lämmerbuckelstaus" gebeutelte Gruibinger Schultes Roland Schweikert frohlockt: "Das ist eine tolle Nachricht nicht nur für Gruibingen und den Landkreis, sondern für ganz Baden-Württemberg."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Zwei Zeugen melden sich nach Schüssen auf Züge

Die kriminal­technische Untersuchung der beschossenen Züge läuft. Nach ersten Erkenntnissen stammen zwei zunächst für Geschoss­spuren gehaltene Schäden am Güterzug nicht von dem Vorfall am Donnerstag. weiter lesen