Bündnis ruft zu Blockaden gegen Nazidemo auf

Knapp drei Wochen vor dem geplanten Aufmarsch neonazistischer Gruppen am 6. Oktober in Göppingen versucht das Bündnis namens "Läuft nicht!" die Bevölkerung für Gegendemonstrationen und Blockaden zu mobilisieren.

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Nach eigenen Angaben wird das Bündnis von 50 Gruppen und Initiativen getragen, darunter sowohl Gewerkschaften und antifaschistische Gruppen als auch Parteien und Migranten-Vereinigungen. "Wir freuen uns, dass Menschen und Zusammenschlüsse quer durch die Gesellschaft unseren Aufruf unterstützen und sich gemeinsam mit uns am 6. Oktober den Nazis in den Weg stellen", so Janka Kluge, Pressesprecherin des Bündnisses.

Nach Informationen des Bündnisses planen Neonazis aus Göppingen und Geislingen die Veranstaltung am 6. Oktober mit Unterstützung der NPD und von Kameradschaften aus dem gesamten süddeutschen Raum. Das Bündnis begrüßt das von der Stadt Göppingen verkündete Verbot der Demonstration als richtigen und wichtigen Schritt. Es bleibe jedoch fragwürdig, ob diese Verfügung weiteren juristischen Schritten Stand halten kann. In zahlreichen ähnlichen Fällen konnten die ähnliche Veranstaltungen durch häufig erst kurzfristig gefällte gerichtliche Entscheidungen dennoch stattfinden.

Für Samstag plant das "Läuft nicht!"-Bündnis einen Aktionsnachmittag in Göppingen. Ausgangspunkt ist eine gemeinsame Kundgebung ab 15 Uhr auf dem Göppinger Markplatz mit Musik, Reden und einem "Probesitzen". Dort soll für die Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 6. Oktober geworben werden - auch für Blockaden. Am Montag, den 24. September, organisiert das Bündnis eine Informations- und Mobilsierungsveranstaltung im Göppinger Bürgerhaus. Referenten des Bündnisses berichten dort ab 19 Uhr über den aktuellen Stand der Gegenaktivitäten, liefern Hintergründe zur Nazidemo und stellen das Konzept der Blockade vor.

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