Bodenfeld: Beim Freibad 130 neue Wohnungen geplant

Das Bodenfeld soll als Wohngebiet an alte Zeiten anknüpfen. Die WGG baut gut 60 Wohnungen auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei. Die "Flüwo Bauen Wohnen" ersetzt 56 Altbau-Einheiten durch 70 neue.

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Auf diesem früheren Areal des "Blumen-Berner" gleich beim Göppinger Freibad errichtet die Wohnbau gut 60 neue Wohnungen. Sie sollen sich wegen der Lage und der Grundrisse besonders für Familien eignen. Am anderen Ende des Bodenfelds baut die Flüwo 70 Einheiten neu.  Foto: 

Als das Göppinger Bodenfeld nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem beliebten Wohngebiet im Göppinger Osten aufgestiegen war, gab es dort noch jede Menge Infrastruktur: ein Kino, ein Café, ein Hotel, mehrere Gaststätten und Ladengeschäfte. An diese Zeiten soll das Gebiet möglichst wieder anknüpfen und die 80er Jahre hinter sich lassen. Damals war das Bodenfeld zu einem Problemviertel abgerutscht.

Seit Jahren versuchen die Stadt und ihre Tochter Wohnbau Göppingen GmbH (WGG), den Hebel wieder umzulegen. Jüngstes Vorhaben: Der Neubau von insgesamt 63 familiengerechten Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten auf dem Gärtnerei-Gelände des ehemaligen "Blumen Berner" an der Zufahrtstraße zum Wohngebiet. Das Areal gleich neben dem Freibad hat die Stadt im vergangenen Jahr erworben. Die Gärtnerei zog an einen zentraleren Standort in dem Gebiet in der Karl-Schurz-Straße um.

"Tor zum Bodenfeld"

Am Donnerstag wurden die Pläne den Göppinger Lokalpolitikern vorgestellt: Die sechs neuen Gebäude sollen "das Tor zum Bodenfeld" bilden, erklärte Architekt Peter-Michael Dauner, als er den Entwurf in der gemeinsamen Sitzung von Verwaltungsausschuss und Technischem Ausschuss präsentierte. Fast zwei Drittel der Wohnungen haben vier oder fünf Zimmer, sind also für Familien besonders geeignet. Allerdings werde es auch einige kleinere Einheiten geben. Ein zentraler Quartiersplatz und viel Grün sollen das Gebiet auflockern. In einer Tiefgarage werden 125 Autos Platz finden. Die Garage kann allerdings nur 1,40 Meter in den Boden gegraben werden, weil das ganze Areal im Wasserschutzgebiet für das Göppinger Sauerwasser liegt. Deshalb werde die Garage als eine Art modellierte Hügel erscheinen, aber nicht sichtbar sein, erklärte Dauner.

Auch an der südöstlichen Ecke des Freibads wird demnächst gebaut. Dort ersetzt die Stuttgarter Baugenossenschaft Flüwo drei Blocks mit 56 Einheiten an der Julius-Keck-Straße 2 bis 18 gegen sechs Häuser mit 70 Neubau-Wohnungen. Die Substanz in den Altbauten sei schlecht. Die Grundrisse seien nicht mehr zeitgemäß. Die durchschnittliche Wohnungsgröße liege bei nur 49 Quadratmetern. Eine Sanierung der Wohnbloks aus dem Jahr 1956 sei nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand zu stemmen, erklärte Flüwo-Vorstandsmitglied Rainer Böttcher. Deshalb habe sich die Flüwo zum Abriss entschlossen. In den Neubauten mit drei Obergeschossen können moderne Grundrisse, Energiestandards und Balkone verwirklicht werden.

Für die betroffenen Mieter sollen faire und bezahlbare Ersatzangebote gefunden werden, versprach Böttcher den Göppinger Lokalpolituikern. Seine Genossenschaft werde sich dafür zwei Jahre Zeit lassen, bevor es los geht. Die Flüwo achte auch auf moderate Mietpreise für die Neubau-Wohnungen. Alle 130 Wohnungen werden künftig barrierefrei zugänglich sein, die Häuser mit Aufzügen ausgestattet.

Die Stadträte waren sich einig: Damit wird das Bodenfeld weiter an Attraktivität gewinnen.

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