Bob-Funktionäre fliegen nach Sotschi

Am Montag fliegt fast das komplette Präsidium des baden-württembergischen Bobsportverbands nach Sotschi: Der Kreis Göppingen ist an Bord gut vertreten.

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    Begleitet die Delegation nach Russland: Dr. Andreas Schuler.
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    Jochen Buck fliegt weitgehend angstfrei nach Sotschi.
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Am Montag steigt Dr. Andreas Schuler, der Ärztliche Direktor der Geislinger Helfenstein-Klinik, in München in die Chartermaschine des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), die um 13.15 Uhr mit Flugziel Sotschi abhebt. An Schulers Seite befindet sich nahezu das komplette Präsidium des baden-württembergischen Bob- und Schlittensportverbands: Jochen Buck und Roland Bosch (beide aus Geislingen), Gerhard und Ottmar Binder sowie Textil-Unternehmer Joachim Dürr (alle aus Böhmenkirch). Passenderweise ist das Präsidium des Verbands identisch mit dem des Bobclubs "Solitude Stuttgart". Und der hat erst im Vorjahr Medaillenhoffnung Sandra Kiriasis verpflichtet, der die schwäbische Bob-Delegation jetzt in Russland offiziell die Daumen drückt.

Zum Glück stehen die Bob-Wettbewerbe erst in der zweiten Olympia-Woche an. So blieb ausreichend Zeit, Ängste vor Terroranschlägen abzubauen. Vorige Woche wollte Buck "noch gar nicht dran denken", in wenigen Tagen nach Dagestan zu müssen. Einige terrorfreie Olympia-Tage und ein Telefonat mit dem Chef des Deutschen Hauses vor Ort haben Bucks Bedenken jedoch komplett zerstreut.

Der Professor für forensisches Sachverständigenwesen an der Hochschule in Geislingen war einst Anschieber im Viererbob des Weltklasse-Piloten Sepp Dostthaler. Die derzeitigen deutschen Bob-Asse sind erst am Freitag nach Sotschi zurückgekehrt. Nach einer ersten Akklimatisierung waren sie nach Istanbul weitergeflogen und haben dort eine Woche lang an ihrer Athletik gearbeitet. Buck wird sich neben den Bob-Rennen noch weitere Wettkämpfe anschauen, auf die alpinen Skiwettbewerbe freut er sich besonders. Massen sachverständiger Zuschauer erwartet er nicht. "Die werden viele Russen hinstellen, damit sie die Stadien füllen", vermutet der Geislinger.

Berichte über zugige Hotels hat Buck gelesen, auf das Mitbringen von Heizdecken glaubt er dennoch verzichten zu können. Probleme mit der Heizung und andere Baumängel gebe es nur in den Hotels in Sotschi. Die Herren vom BC Solitude Stuttgart, bei dem Dr. Andreas Schuler Vereinsarzt ist, wohnen im Wettkampfgebiet Krasnaja Poljana, "da, wo die Spiele wirklich stattfinden", sagt Buck. Er weilte im selben Hotel bereits im Vorjahr, und da war "schon alles komplett fertig".

Mindestens einmal wird Buck aber doch das Wettkampfgebiet verlassen und sich in die Niederungen der Stadt begeben. Der Wetterbericht verheißt am Schwarzen Meer Temperaturen um 20 Grad. Da will sich Buck "die Sonnenbrille aufsetzen und am Strand promenieren". Ein bisschen Urlaubsgefühl im grauen Funktionärs-Alltag eben.

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