Bilder aus der Gründungszeit

Die Ausstellung "Zeitschnitt 1938" ist von Sonntag an im Wappensaal des Geislinger Albwerks zu sehen. Sie zeigt 130 stark vergrößerte Bildpostkarten aus der Gründungszeit des Landkreises.

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  • Die Geislinger Hauptstraße auf einem Foto aus dem Jahr 1938: Gut 130 vergrößerte Postkarten dokumentieren in der Schau "Zeitschnitt 1938", die von Sonntag an in Geislingen zu sehen sein wird, die Veränderungen im Landkreis. 1/2
    Die Geislinger Hauptstraße auf einem Foto aus dem Jahr 1938: Gut 130 vergrößerte Postkarten dokumentieren in der Schau "Zeitschnitt 1938", die von Sonntag an in Geislingen zu sehen sein wird, die Veränderungen im Landkreis.
  • Die Geislinger Hauptstraße auf einem Foto aus dem Jahr 1938: Gut 130 vergrößerte Postkarten dokumentieren in der Schau "Zeitschnitt 1938", die von Sonntag an in Geislingen zu sehen sein wird, die Veränderungen im Landkreis. 2/2
    Die Geislinger Hauptstraße auf einem Foto aus dem Jahr 1938: Gut 130 vergrößerte Postkarten dokumentieren in der Schau "Zeitschnitt 1938", die von Sonntag an in Geislingen zu sehen sein wird, die Veränderungen im Landkreis.
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Im Rahmen des 75-jährigen Kreisjubiläums hatte das Kreisarchiv Göppingen vergangenen Herbst auf Schloss Filseck in Uhingen die Ausstellung "Zeitschnitt 1938" mit 130 stark vergrößerten Bildpostkarten aus der Gründungszeit des Landkreises um 1938 präsentiert. Über 3500 Besucher haben dort bis Jahresende für eine positive Resonanz gesorgt. Ab dem 25. Februar ist die erfolgreiche Ausstellung - wie schon 2013 geplant - nun vier Wochen lang auch im Wappensaal des Geislinger Albwerks zu sehen.

Hauptsächlich aus den Gemeinden der Oberämter Göppingen und Geislingen entstand im Oktober 1938 der neue Landkreis Göppingen mit 64 Gemeinden, rund 110 000 Einwohnern und 610 Quadratkilometern Grundfläche. Die Ausstellungsmotive der 1930er Jahre aus dem ganzen Kreisgebiet werden durch Bildbeschreibungen und Begleittexte ergänzt.

Hochwertige Luftaufnahmen dokumentieren dabei die Entwicklung der Gemeinden und der Landschaften auch im starken Kontrast zur Gegenwart. Straßenszenen zeigen längst verschwundene Gebäude und Geschäfte. Stolz werden neu erbaute Freibäder und beliebte Ausflugslokale beworben. Neue Wohnviertel wie die Geislinger Bergwerkssiedlung entstehen. Die gigantischen Autobahnviadukte bei Aichelberg und Drackenstein werden zu touristischen Anziehungspunkten des neuen Landkreises.

Hinter manch scheinbarer Idylle stehen aber auch die dunklen Seiten dieser Jahre. Auch die Postkarten sind Bilder ihrer Zeit: Straßen, Plätze und Einrichtungen werden nach NS-Größen benannt. Die großen Ausbildungslager Nordalb und Kuchberg oder die Attrappe einer Fliegerbombe auf dem Göppinger Marktplatz stehen für die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. In den Straßen und von vielen Sehenswürdigkeiten wehen Hakenkreuzfahnen. Wenige Wochen nach der Kreisgründung werden in Göppingen die Synagoge brennen und jüdische Geschäfte demoliert.

Nicht einmal ein Jahr nach der Kreisgründung beginnt mit Hitlers Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Daher werden die Postkarten durch ergänzende Ausstellungsfahnen in einen größeren Zusammenhang gesetzt, der zeittypische Hintergründe und Phänomene berücksichtigt. Die Eröffnung mit Landrat Edgar Wolff und Kreisarchivar Dr. Stefan Lang, der in die Ausstellung einführt, findet am kommenden Sonntag ab 18 Uhr im Wappensaal des Albwerks, Eybstraße 98 in Geislingen, statt.

Info Ausstellungsdauer: bis 23. März. Öffnungszeiten: Di bis Fr 14 bis 17 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr; Der Eintritt ist frei.

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