Bedeutende Grabstätte wird saniert

Das Mausoleum Seefrid, bedeutendstes Grabmal des Göppinger Friedhofs, soll in neuem Glanz erstrahlen. Dafür gibt es einen kräftigen Zuschuss.

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Am bedeutendsten Grabmal des Göppinger Hauptfriedhofs, dem Mausoleum Seefrid, nagt der Zahn der Zeit. Es muss dringend restauriert werden. Um es zu erhalten, fallen erhebliche Kosten an - 60 000 Euro sind bislang veranschlagt. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat nun mitgeteilt, dass sie dafür einen fünfstelligen Zuschuss zur Verfügung stellt. Das Mausoleum ist eines von etwa 40 Kulturdenkmalen, die die Stiftung im Jahr 2014 unterstützt.

Der antik anmutende Granittempel im Eingangsbereich des Göppinger Friedhofs wurde 1909 für den Bankier Wilhelm Gottlob Seefrid im Auftrag seiner Witwe Mathilde errichtet. Entworfen hat ihn der Stuttgarter Architekt und Bildhauer Eugen Klaiber. "Das prägende Kulturdenkmal besticht durch Elemente wie Marmorreliefs, Säulen und Sitzbänke aus Sandstein, Amphoren, Schalen und eine verzierte Eingangstür aus Bronze", heißt es von Seiten der Stiftung.

Mittlerweile ist das Dach undicht geworden. Durch Staunässe ist der Granit verschmutzt, mit Algen bewachsen und beschädigt. Auch die Metallteile weisen Korrosionsschäden auf. Die Mauerfugen müssen jetzt fachkundig abgedichtet, das Metall muss restauriert werden. Die Marmorreliefs und -platten sollen durch entsprechende Maßnahmen konserviert werden.

Die Nachfahren des Stadtschultheiß von Göppingen (1814-1881), Christian Seefrid, sowie des Bankiers Wilhelm Gottlob Seefrid hatten erst 2013 die Wirkungsstätte ihres Ahnen besucht. Die Erben, die in ganz Deutschland verstreut leben, haben einen Antrag auf Förderung gestellt und wollen das Mausoleum als Kulturdenkmal erhalten. Als Grabstätte ist der Bau schon lange nicht mehr genutzt worden. Die letzte Beisetzung wurde vor etwa hundert Jahren zelebriert.

Was leistet die Denkmalstiftung Baden-Württemberg?

Förderung Bei der Erhaltung von Kulturdenkmalen werden private Eigentümer oftmals finanziell stark belastet "Ohne zusätzliche Fördergelder können private Eigentümer diese finanziellen Herausforderungen nur selten meistern. Deshalb tragen Gelder aus dem Denkmalförderprogramm des Landes sowie aus Mitteln der Denkmalstiftung Baden-Württemberg erheblich zu solchen Vorhaben bei", heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung.

Denkmal-Rettung Die Stiftung fördert nach ihrem Motto "Bürger retten Denkmale" besonders private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

Geschichte Seit ihrer Gründung 1985 hat die Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart mehr als 1300 Maßnahmen gefördert, um Gebäude vor dem Verfall zu retten. Möglich sei dies, so die Stiftung, weil sie "neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital und großzügigen Spenden seit 2013 auch Mittel aus der Lotterie Glücksspirale erhält".

SWP

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