Bald hauptamtlicher Kreisbrandmeister

Bei der Kommandanten-Dienstbesprechung haben sich alle Stimmberechtigten bei einer Enthaltung für Professor Michael Reick als künftig hauptamtlichen Kreisbrandmeister ausgesprochen.

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Michael Reick soll hauptamtlicher Kreisbrandmeister werden.

Über 100 Führungskräfte der Feuerwehren des Landkreises Göppingen sowie Vertreter von Polizei, Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz kamen am Samstag zur Kommandanten-Dienstbesprechung im Landratsamt zusammen. Landrat Edgar Wolff dankte den Feuerwehrleuten für "ihr beispielhaftes Engagement und ihren Idealismus zum Dienst am Mitmenschen". Die Wehren im Kreis wurden im vergangenen Jahr zu 1816 Einsätzen gerufen. Sie retteten 132 Personen aus Notlagen. 763 Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen.

Kreisbrandmeister Michael Reick ging auf einige besondere Einsätze ein, wie auf den Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Aichelberg oder einen Gefahrstoffunfall in Eschenbach. Auch bei einer unangekündigten Übung an der Nato-Treibstofffernleitung und einer Katastrophenschutz-Übung im Raum Geislingen waren die Wehren gefordert. Reick ging gezielt auf fachliche Aspekte und den Einsatzverlauf ein. Zufrieden zeigte er sich mit der Ausbildung. 2011 nahmen an 14 Lehrgängen 329 Feuerwehrleute teil. Die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besuchten 85 Mann.

Der Landrat dankte Reick für die bisher 13 Jahre als ehrenamtlicher Kreisbrandmeister. Mit Reick hätten die Feuerwehren einen "engagierten, motivierten Feuerwehrmann mit höchster fachlicher Kompetenz als Ansprechpartner", sagte Wolff. Er würdigte dessen Doppelbelastung, da er vorübergehend noch die Führung der Göppinger Wehr übernommen hatte. Nun soll er gemäß neuer rechtlicher Vorgaben hauptamtlicher Kreisbrandmeister werden. Bei der Anhörung sprachen sich bei einer Enthaltung alle Stimmberechtigten für Reick aus. Wolff beglückwünschte ihn zu diesem großen Vertrauensbeweis. Über den Vorschlag wird noch der Kreistag entscheiden.

Erfreut zeigte sich Wolff über die Zuweisung eines Löschfahrzeuges des Bundes für den Katastrophenschutz. Das erste Fahrzeug hatte Geislingen erhalten. Standort des zweiten Fahrzeugs wird die Feuerwehr Ebersbach. Danach standen Fachvorträge auf dem Programm. Dabei ging Reick bei der Brandbekämpfung bei Photovoltaikanlagen auf die Besonderheiten und die Sicherheit der Feuerwehren ein.

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