Austauschstudenten leben gerne in Göppingen

Göppingen ist multikulturell - auch wegen Austauschstudenten wie Jose Santiago Zenil und Suejung Kang. Beide studieren mindestens für ein Semester an der Hochschule Esslingen am Standort Göppingen.

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  • Suejung Kang ist Austauschstudentin an der Göppinger Hochschule. Nach anfänglichem Heimweg fühlt sie sich wohl in der Hohenstaufenstadt. Die Zeit in Deutschland sieht sie als Hilfsmittel für ihre Karriere. 1/2
    Suejung Kang ist Austauschstudentin an der Göppinger Hochschule. Nach anfänglichem Heimweg fühlt sie sich wohl in der Hohenstaufenstadt. Die Zeit in Deutschland sieht sie als Hilfsmittel für ihre Karriere. Foto: 
  • Jose Santiago Zenil ist Austauschstudent an der Göppinger Hochschule. 2/2
    Jose Santiago Zenil ist Austauschstudent an der Göppinger Hochschule. Foto: 
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Jose Santiago Zenil wohnt normalerweise unweit des Pazifischen Ozeans. Der Strand und auch die Grenze zu den Vereinigten Saaten liegen in unmittelbarer Nähe. Seit September hat er seinen Wohnort für mindestens ein Semester lang getauscht. Zenil wohnt in einem Studentenheim und studiert an der Hochschule Esslingen am Standort Göppingen Mechatronik. Der Mexikaner ist im siebten Semester und muss im Rahmen seines Studiums für die kommende Studienzeit einen Arbeitsplatz bei einem ortsansässigen Unternehmen ergattern. Der 21-Jährige ist aber nicht das erste Mal von zu Hause weg, bereits im Alter von 15 Jahren zog er nach Mexiko City.

"Jeden Moment lerne ich etwas, das ist sehr wertvoll für mich", sagt Suejung Kang aus Südkorea, die seit Anfang des Semesters in Deutschland wohnt. Sie ist das erste Mal überhaupt weg von zu Hause und dann auch noch gleich so weit. Sie habe am Anfang schon etwas Angst und sehr großes Heimweh gehabt, da sie auch die einzige Koreanerin hier in Göppingen gewesen sei. Die anderen neun südkoreanischen Austauschstudenten wohnen in Esslingen, weswegen sie in den ersten Wochen jeden Tag dorthin fuhr. Die 21-Jährige kommt aus der ZehnMillionen-Metropole Seoul, der Hauptstadt des Landes, in der ihre Eltern immer noch wohnen. "Meine Eltern finden es toll, dass ich das mache. Sie denken, dass es auch gut für meine Karriere ist", erzählt die Südkoreanerin, die im sechsten Semester Industrial Engeneering studiert.

Deutschland weltweit anerkannt

Die Hochschule Esslingen nimmt jedes Semester etwa 15 Austauschstudenten, also rund 30 im Jahr an. Die Tendenz ist stark steigend. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen und Universitäten im Ausland profitieren auch die deutschen Studenten von diesen Strukturen. "Wir erwarten ein kräftiges Wachstum. Diese Kooperationen gehen wir vor allem deswegen ein, damit für unsere Studenten im Ausland dann die zum Teil sehr hohen Studiengebühren wegfallen", erklärt Professor Rainer Würslin, Dekan an der Hochschule Esslingen. In den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik - generell im Bereich der Technik - sei Deutschland weltweit anerkannt, deutsche Firmen seien in diesen Sparten "Worldleader", führt Würslin weiter aus.

Vor kurzem stattete Senai, eine in Brasilien bundesweit arbeitende Organisation, die die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Industrie fördert, der Hochschule in Esslingen einen Besuch ab. "Die wollen sehr gerne mit uns kooperieren und das Wirtschaftsministerium hat auch ein Interesse daran, weil viele deutsche Firmen dort vor Ort sind", sagt Rainer Würslin.

Um den Ruf deutscher Unternehmen wissen auch die beiden Austauschstudenten aus Mexiko und Südkorea. Deutsche Firmen sind ihnen nicht nur ein Begriff, sondern haben sie mit ihrem guten Image sogar dazu bewogen, ihr Studium in Deutschland fortzusetzen. "Viele große Firmen aus Deutschland haben eine gute Reputation", erklärt Jose Santiago Zenil. Der mexikanische Wandervogel hat neben seinem Heimatland auch die Vereinigten Staaten bereist. Jetzt will er Europa kennenlernen und fährt deshalb auch an Weihnachten nicht nach Hause.

Ob Zenil und Kang länger als ein Semester in ihrer vorübergehenden Wahlheimat bleiben können, entscheidet sich kurz vor Weihnachten. Nur, wenn sich zwei Unternehmen finden, in denen die beiden ein Praxissemester absolvieren dürfen, können sie bis August hier bleiben. "Ich habe nur ein One-Way-Ticket gebucht", sagt Suejung Kang und lacht. Alles andere lässt sie auf sich zukommen.

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