Ausgezeichnete Architektur im Museum

Beiträge zum Hugo-Häring-Wettbewerb zeigt eine Ausstellung in der Kunsthalle Göppingen.

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Eine Hugo-Häring-Auszeichnung erhält unter anderem das Kompetenzcenter Süßen der Kreissparkasse Göppingen. Erstellt wurde das Gebäude im Jahr 2015 von Tilman Schalk sowie dem Göppinger Architektenbüro „dauner rommel schalk“.  Foto: 

Gute Architektur ist keine Selbstverständlichkeit. Diese Binsenweisheit wird jetzt durch eine Ausstellung in der Kunsthalle Göppingen nicht nur dick unterstrichen, sondern auch plastisch herausgearbeitet. Die Schau „Ausgezeichnete Architektur. Hugo-Häring-Auszeichnung“ wird am Freitag in der Kunsthalle Göppingen eröffnet.

Zu sehen sind alle für den Wettbewerb eingereichten Beiträge aus den Kreisen Esslingen und Göppingen. Nach Grußworten von Architekt Peter Michael Dauner vom BDA Esslingen/Göppingen, dem Göppinger Baubürgermeister Helmut Renftle und Kunsthallenleiter Werner Meyer gibt es einen Festvortrag von Professor Nikolaus Kränzle und – als voraussichtlicher Höhepunkt – die Verleihung der Hugo-Häring-Auszeichnungen.

Leicht haben es Architekten nicht. Ihre Entwürfe müssen sich behaupten im Kräfteverhältnis zwischen den Vorgaben in den Bebauungsplänen der Kommunen, der Funktion des Gebäudes und den Interessen des Bauherrn, aber auch den ästhetischen Vorstellungen eines angemessenen Einfügens in Quartier und Stadt. Dabei ist die Architektur ein wesentlicher Teil der Kultur einer Gesellschaft, des Stadtbildes, des urbanen oder privaten Lebens.

Ausgezeichnete Architektur sollte aber noch mehr sein: Das Einmalige steht zur Debatte, Zeitgeist und die besondere Idee. Das Handwerk und die gesellschaftliche Verständigung sind die Voraussetzung, es gibt Regeln und modische Erscheinungen. „Aber wenn das alles nicht auch durchbrochen werden kann für etwas Unerwartetes und Besonderes und möglicherweise Einmaliges, dann gäbe es keine Entwicklung, keinen Fortschritt, kein Ziel, für das es sich lohnte zu reisen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Architektenkammer.

Warum fahren wir in fremde Städte? Wir sind neugierig auf die Architektur, wie sie Zeichen setzt, Geschichte und Gegenwart einer Stadt interessant macht. „In einer Zeit, wo von allen Seiten die Digitalisierung und mediale, virtuelle Welten proklamiert werden, behauptet die Architektur ihre Existenz, analog, in Stein, Beton, Holz gekleidete Form, in der man tatsächlich lebt, wohnt und arbeitet“, heißt es weiter.

Publikumspreis Die sechs Hugo-Häring-Auszeichnungen wurden von einer unabhängigen Jury vergeben. In der Ausstellung wird auch eine Auszeichnung durch das Publikum ermittelt. Die Besucher können mit ihrer Stimme die Gebäude auszeichnen, die sie am meisten ansprechen.

Beginn Die Ausstellung wird am Freitag ab 20 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten Di. bis Fr. 13-19 Uhr, Sa. und So. 11-19 Uhr sowie nach Vereinbarung, Tel. 07161) 650-795 (letzter Tag
5. November).

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