AUSFLUGSTIPP: Künstlerisches für jeden Tag

Meret Oppenheim kreierte in den 30er Jahren einen Ring mit Würfelzucker statt mit einem Edelstein. Ab 25. März wird er mit anderen Exponaten in Trier unter dem Titel "Zierrat /Sieraad" zu sehen sein.

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Um die Grenzen von Kunstwerk und Konsumgut geht es in der Sonderausstellung mit dem Titel "Zierrat / Sieraad" im Trierer Stadtmuseum Simeonstift. In der vom 25. März bis 12. August laufenden Schau sind nach Museumsangaben Schmuckstücke und Kaffee-, Tee- oder Essservice von Marc Chagall, Pablo Picasso, Man Ray, Sonia Delaunay, Roy Lichtenstein, Borek Sipek, Yves Klein und Cindy Sherman zu sehen. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Stedelijk Museum im niederländischen s-Hertogenbosch.

Viele Künstler entwarfen Zierrat für den "täglichen, aber nicht alltäglichen Gebrauch". Kunsttheorie und Ästhetiklehre beschäftigen sich noch heute damit, wie der künstlerische Anspruch in der Gebrauchskunst umgesetzt werden kann, ohne rein dekorativ zu sein.

Viele Künstler hätten sich mit der ehrwürdigen Servicetradition auseinandergesetzt und teils ironische, teils extravagante Teile geschaffen, heißt es vom Museum. Auch beim Künstlerschmuck, vorwiegend Anfertigungen für Freunde und Verwandte der Maler, zähle nicht in erster Linie der materielle Wert. Zwar gebe es rein goldene Kostbarkeiten von André Derain oder Max Ernst, daneben aber auch Ungewöhnliches wie der bekannte Zuckerwürfel-Ring von Meret Oppenheim, ein vergoldeter Silberring mit einem Zuckerwürfel statt eines Edelsteins. Info www.museum-trier.de

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