AUSFLUGSTIPP: Der Kaiser teure Schätze

Kunstliebhaber erwartet ab 26. Februar in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen eine ausgefallene Sammlung: ausgefallene Pretiosen aus der Kunst- und Wunderkammer der Habsburger in Wien.

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Der "Elefant mit drei Sirenen" gehört zu einem Tafelaufsatz. Foto: Kunsthistorisches Museum, Wien

"Sammeln! Die Kunstkammer des Kaisers in Wien" heißt die Ausstellung, die vom 26. Februar bis 2. September im Museum Zeughaus C5 in Mannheim zu sehen ist. Es ist die erste Präsentation in der neu eingerichteten Dependance des Kunsthistorischen Museums Wien (KHM) in den Reiss-Engelhorn-Museen.

Rund 140 Meisterwerke führen hier demnächst die Vielfalt fürstlichen Sammelns vor Augen. Gefäße aus Gold, Bergkristall und Halbedelsteinen, filigrane Uhren und astronomische Messgeräte, Statuetten aus Bronze und Elfenbein, Objekte aus Kokosnüssen, Straußeneiern und Muscheln sowie Tapisserien dokumentieren die Leidenschaft, mit der die Habsburger über Jahrhunderte Kostbarkeiten zusammengetragen haben. Der Facettenreichtum ihrer Kunstkammer spiegelt das Bestreben der Fürsten wider, in der Sammlung das Universum im Kleinen festzuhalten. Seit zehn Jahren ist die Kunstkammer in Wien wegen Renovierung geschlossen. Nur einzelne Stücke sind in dieser Zeit ausgestellt gewesen. In der in Mannheim präsentierten Fülle waren die Schätze der Habsburger außerhalb Wiens noch nie zu bewundern.

In vier Themenbereichen stellt die Schau die Sammelleidenschaft der Habsburger anhand außergewöhnlicher Objekte vor.

Im ersten Teil werden die Sammler und ihre Vorlieben thematisiert - von Herzog Rudolf IV. von Österreich (1339-1365), der im 14. Jahrhundert die Gründung eines habsburgischen Hausschatzes anregte, bis zu Erzherzog Leopold Wilhelm (1614-1662), Mitbegründer der Wiener Gemäldegalerie. Im zweiten Teil geht es um das Prinzip der Schatz- und Kunstkammern und um den Wandel beim Sammeln: einer verbesserte Systematisierung und Aufbau wissenschaftlicher Spezialsammlungen.

Der dritte Ausstellungsbereich widmet sich Kaiser Rudolf II. (1552-1612) und der Prager Kunstkammer, die durch die Verlegung der Residenz von Wien nach Prag 1538 an Bedeutung gewann. Der vierte Themenabschnitt der Schau geht der Frage nach, wie das Sammeln sich mit dem Barock Mitte des 17. Jahrhunderts veränderte.

Info Auskunft gibt es im Internet: www.rem-mannheim.de/ausstellun gen/sammeln-die-kunstkammer-des-kaisers-in-wien.html

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