Ausflugstipp: Adventskalender aus 100 Jahren

Adventskalender aus 100 Jahren sind im Kaufbeurer Stadtmuseum zu sehen. Die Regensburger Volkskundlerin Esther Gajek präsentiert dort bis 1. Februar die interessantesten Stücke ihrer Sammlung.

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Zu den Variationen aus der Gegenwart zählt dieser Adventskalender mit Micky-Maus-Motiven.  Foto: 

Die Schau zeichnet die Geschichte des Brauches nach, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Verlagen aufgegriffen wurde. Als Erfinder der heute gebräuchlichen Kalender gilt der schwäbische Pfarrerssohn Gerhard Lang, der ab 1908 in München kunstvoll gestaltete "Weihnachtskalender" verlegte. Gajek, die seit ihrer Kindheit Adventskalender sammelt, konnte vor Jahren bei einer Auktion den Nachlass von Lang erwerben, der seine Produktion 1940 aus wirtschaftlichen Gründen einstellen musste. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Idee aber schon über Deutschland hinaus bis nach Skandinavien verbreitet.

In Kaufbeuren werden die verschiedensten Ausformungen des Brauches gezeigt, von alten "Weihnachtsuhren" und "Adventsbäumen" bis zu nationalsozialistischen Propaganda-Exemplaren mit ideologischen Sprüchen und Liedern hinter den 24 Türchen oder zeitgenössischen Micky-Maus-Versionen. Anhand der Schau lässt sich nachvollziehen, wie religiöse Motive zunehmend durch profane Motive wie verschneite Häuser verdrängt wurden.

Zur Ausstellung bietet das Stadtmuseum ein Begleitprogramm für Erwachsene, Familien und Kinder mit Sonderführungen, Workshops und Bastelaktionen an. Info Die Ausstellung "Warten aufs Christkind ... Adventskalender von den Anfängen bis zur Gegenwart" im Stadtmuseum Kaufbeuren ist dienstags bis sonntags jeweils zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt's unter www.stadtmuseum-kaufbeuren.de

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