Aus sieben mach zwei

Die Stadt Göppingen will ihre Verwaltung an zwei Standorten bündeln. Statt sieben Dienststellen soll es künftig nur noch zwei geben. Wird das Dienstleistungszentrum in der Jahnstraße eine davon?

|

Es gibt das Rathaus am Marktplatz, das Technische Rathaus am Nordring sowie weitere städtische Dienststellen in der Freihofstraße, der Pfarrstraße, der Kirchstraße, der Friedrichstraße und im Stauferpark. Das soll nicht so bleiben. Mittelfristig will die Stadt ihre Verwaltung an zwei zentralen Standorten bündeln. Neben dem Rathaus in der City könnte das jetzige Dienstleistungszentrum (DLZ) der Kreissparkasse in der Jahnstraße der zweite Standort werden. Die Prüfung eines Kaufs durch die Stadt ist noch nicht abgeschlossen, doch nach Informationen der NWZ zeichnet sich im Gemeinderat allmählich eine Mehrheit für den Kauf ab. Das Stadtparlament soll im Juni entscheiden - oder kurz nach den Sommerferien.

Hauptamtsleiter Willi Schwaak erläuterte am Donnerstag im Gemeinderat, Hauptkriterien für die Prüfung seien die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, die klimatischen und energetischen Bedingungen der Immobilien sowie die wirtschaftlichen Kennzahlen. Untersucht würden dabei eine ganze Reihe von Fragen: Soll das Technische Rathaus modernisiert werden? Wäre ein Anbau möglich? Was würde ein solches Projekt kosten? Rechnet sich der Kauf des DLZ? Könnte die Stadt das DLZ auch mieten? Oder wäre es sinnvoller und günstiger, anderswo eine ganz neue Verwaltungszentrale zu bauen?

Volker Kurz, der Geschäftsführer der städtischen Wohnbau GmbH, ist Mitglied der von der Verwaltung eingesetzten Arbeitsgruppe. Im Gemeinderat sprach Kurz von einem "Wirkungsgrad von Jahrzehnten" und stimmte die Bürgervertreter schon mal drauf ein, dass die neuen Strukturen "nicht für ein Nasenwasser" zu haben seien. Es gehe um einen "zweistelligen Millionenbetrag", so Kurz in der öffentlichen Sitzung. Und er kündigte an: "Die Entscheidung wird überraschend klar sein, wenn man alle Fakten zusammenträgt." Einige Stadträte werteten diese Aussage bereits als Plädoyer für einen Kauf des DLZ.

Der Freie-Wähler-Stadtrat und frühere Göppinger Baubürgermeister Joachim Hülscher ist gegen einen Umzug der Technischen Verwaltung in das DLZ. Der Umzug sei 2006 "schon einmal abgeblasen worden", meinte Hülscher, der OB Guido Till erneut attackierte, indem er ihm vorwarf, Baudezernent Brinker nicht in die Arbeitsgruppe berufen zu haben. Stadtrat Christian Stähle (Linke) bezeichnete das DLZ gar als "Schrott"-Immobilie. Das sieht die Mehrheit jedoch anders.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Göppinger Bahnhofsviertel bald eine einzige Baustelle

Neben der Tiefgarage und dem Bahnhofsplatz erwartet die Göppingen im kommenden Jahr  zwei weitere Großprojekte auf engem Raum: Das „Rathaus II“ und das Zentrum Untere Marktstraße. weiter lesen