Auftakt mit Orgelnacht

Die Göppinger Orgelwoche findet von Samstag an statt. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung: Auch die historische aus England stammende Vowles-Orgel in Eislingen ist mit einem Konzert miteinbezogen.

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Die 17. Göppinger Orgelwoche eröffnet am Samstag mit einer Orgelnacht in Sankt Maria Göppingen und zwei Konzerten an der historischen Walcker-Orgel. Das erste Konzert "Orgel und Harfe" mit Eva Maria Bredl (Harfe) und Kirchenmusikdirektor Immanuel Rößler (Orgel) beginnt um 20 Uhr. Orgel und Harfe - das ist die Verbindung von Saitenspiel und Pfeifenklang, von Verklingen und Präsenz. Eva Maria Bredl und Immanuel Rößler wollen die Zuhörer in die faszinierende Klangwelt dieser beiden konträren Instrumente entführen und bringen selten zu hörende Werke zur Aufführung.

Das zweite Konzert am Samstag - "vocal and organ jazz" mit Katrin Armani (vocal) und Johannes Matthias Michel (organ) beginnt um 21.30 Uhr. Der Jazz hat jüngst immer mehr Einzug in die europäischen Kirchen gefunden und bereichert die Stilistik der Kirchenmusik. Mit Johannes Matthias Michel und Katrin Armani treffen sich zwei herausragende Künstler des Genres. Der Mannheimer Landeskantor und Organist Michel ist vielen Organisten durch seine Jazz-Kompositionen für die "Königin der Instrumente" bekannt. Eine Auswahl seiner Werke ist in diesem Konzert zu hören.

Ein Familienkonzert unter dem Titel "Felix Mendelssohn - ein Wunderkind entdeckt die Orgel" mit Rainer Maria Rückschloß, Orgel, sowie Markus Zimpel und Kirchenmusikdirektor Thomas Gindele als Sprecher, findet am Sonntag, 30. September, in Sankt Maria, Göppingen, statt. Beginn ist um 11 Uhr.

Mit Fanfarenklang erhebt die Orgel ihre mächtige Stimme. Mit ruhigem Gang schreitet ein Brautpaar in die Kirche. Es erklingt "der" Hochzeitsmarsch schlechthin. Er stammt aus der Feder eines der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts: Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Doch Mendelssohn ist weit mehr, als sein bekannter Ohrwurm. Der vielseitige Tonmeister galt als Wunderkind und schrieb schon im Alter von zehn Jahren erste Kompositionen für die Orgel. Die Königin der Instrumente begleitete ihn durch sein ganzes Leben. Im Familienkonzert erfahren kleine Zuhörer kindgerecht mehr über Mendelssohns Leben und seine Orgelmusik. Und es wird in diesem Konzert nicht nur still auf den Bänken gesessen.

"Orgel und Barock-Oboe" ist das Konzert am Mittwoch, 3. Oktober, ab 17 Uhr in der Katholischen Sankt Martinus Kirche, Donzdorf, überschrieben. Es spielt das Ensemble Concert Royal aus Köln, Karla Schröter an der Barock-Oboe und Willi Kronenberg an der Orgel.

Die Oboe fand früh Nachahmung in der Klangpalette der Orgel. Umso reizvoller ist es, das originale Instrument kombiniert mit der Orgel zu erleben. Das Ensemble Concert Royal setzt in seinem Programm einen Schwerpunkt mit Werken der Schülergeneration von Johann Sebastian Bach, die stilistisch den Übergang vom Barock zur Klassik, den sogenannten "galanten Stil", markieren. Daneben wird die Kern-Orgel solistisch mit Werken des französischen Barock sowie J.S. Bach zu hören sein.

Ein Promenadenkonzert mit Elke Völker unter dem Titel "Pomp & Glory" gibt es am Samstag, 6. Oktober, in der Liebfrauenkirche Eislingen. Beginn ist um 19 Uhr

Im englischen Sprachraum genießen Konzertsaal-Orgeln eine lange Tradition und hohes Ansehen. Zahlreiche Bearbeitungen und Neukompositionen sind für diese Instrumente entstanden. Die Orgelvirtuosin Elke Völker interpretiert eine Auswahl dieses Repertoires, mit der sich die Klanglichkeit der "englischen Lady" in der Eislinger Liebfrauenkirche bestens verbindet.

Das Abschlusskonzert der 17. Göppinger Orgelwoche findet am Sonntag, 14. Oktober,in Sankt Maria, Göppingen statt. Beginn ist um 17 Uhr. Unter dem Titel "Orgel konzertant" werden Werke für Orgel und Orchester von Bédard, Brixi und Rheinberger zu Gehör gebracht. Mitwirkende sind: Kirchenmusikdirektor Thomas Gindele, Orgel, Musica viva Stuttgart und Konzertmeisterin Sabine Kraut. Die Leitung hat Domkantor Peter Lorenz.

In den drei Konzerten für Orgel und Orchester ist die "Königin der Instrumente" in sehr unterschiedlichen Rollen zu erleben. Bédards Konzert präsentiert die Orgel als kontrastierendes Instrument zum Streichorchester. Die Sätze sind meist dialogisch angelegt. Der klassische Komponist Brixi präsentiert die "Königin" als virtuoses Soloinstrument. Im Konzert von Rheinberger, das der historischen Walcker-Orgel in St. Maria auf den Leib geschrieben ist, wird die Orgel oft in den Orchesterklang integriert.

Das Programm möchte damit in der ganzen stilistischen Breite die vielfältigen Möglichkeiten der Zusammenwirkung von Orgel und Orchester ausloten.

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