Grundstein für die Zukunft: Die Evangelische Akademie Bad Boll im Wandel

Der neue Südflügel der Akademie Bad Boll ist auch das Signal für einen Wandel. Die Akademie ist jetzt gehalten,

wirtschaftlich zu arbeiten, und das heißt: den Tagungsbetrieb möglichst auszulasten. 100

Zimmer mit 114 Betten wollen belegt sein.

Die Weichen dafür sind gestellt. Die Akademie ist seit geraumer Zeit auch Gastgeber für Dritte, die hier tagen wollen. Das gab es immer schon, war früher aber eine Randerscheinung. Seit die Akademie Personal abbauen muss, hat sie die Gasttagungen als Einnahmequelle entdeckt. Sie wirbt schon etliche Jahre Dritte an, in der Hauptsache Firmen und gesellschaftliche Organisationen.

Jetzt aber mit neuer Maßgabe: Die Akademie muss 40 Prozent des Tagungsbetriebs von außen hereinholen, gleichzeitig sollen die Übernachtungen auf 25 000 steigen.

So viel Gäste hatte die Akademie nur in ihren besten Zeiten. Jetzt muss sie das mit verringertem eigenen Angebot und Gasttagungen schaffen. Ganßloser ist zuversichtlich: "Das ist zu schaffen, die Nachfrage ist groß." Punkten könne die Akademie mit ihrem besonderen Ambiente. Er rechnet mit einer Auslastung der Betten von knapp 70 Prozent.

Wie der Akademiebetrieb geschrumpft ist: Die Zahl der Beschäftigten ging seit 2004 um 30 auf 130 zurück, die der Studienleiter von 44 auf 30. Und das Sparziel ist noch nicht erfüllt: Weitere 400 000 Euro stehen im Raum.


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