Arbeitslosigkeit sinkt erneut

Im Gegensatz zum Trend in Baden-Württemberg ist im Februar die Arbeitslosigkeit im Landkreis Göppingen wieder leicht gesunken. Und auch der Vergleich zum Vorjahr fällt erfreulich aus.

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5427 Männer und Frauen waren Ende Februar im Kreis Göppingen arbeitslos gemeldet. Das sind 100 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbstätigen, sank von 4,2 auf 4,1 Prozent. Eine geringe Verbesserung, bedenkt man die gravierende, jahreszeitlich bedingte Verschlechterung von Dezember auf Januar. Im letzten Monat des alten Jahres gab es im Landkreis nur 4945 Arbeitslose - die Quote lag bei 3,8 Prozent.

Für Martin Scheel, den Leiter der Göppinger Arbeitsagentur, erscheint aber auch die geringfügige Abnahme der Arbeitslosen im Februar bemerkenswert, denn das bedeutet eine positive Entwicklung gegenläufig zum Landestrend: "Im Vergleich mit den meisten Agenturen in Baden-Württemberg hat sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk Göppingen günstiger entwickelt. Im Land ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat sogar gestiegen." Und auch wenn man den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bewertet, schneidet die Göppinger Agentur gut ab: Mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um minus 14,1 Prozent liegt sie deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von minus 9,3 Prozent. Der Vergleich fällt erfreulich aus: Im Februar 2011 waren 6612 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos gemeldet - Arbeitslosenquote: 5,0 Prozent.

Im gesamten Agenturbezirk, zu dem auch der Kreis Esslingen gehört, verlief der Trend so: 15 820 Arbeitslose (minus 140) bedeuten eine Quote von 3,9 Prozent. Regional siehts so aus: Leinfelden-Echterdingen 2,8 Prozent, Kirchheim 3,8, Nürtingen 3,9, Geislingen 4,0, Göppingen 4,2, Esslingen 4,2.

Das Gros der freien Arbeitsplätze ist sozialversicherungspflichtig und unbefristet, freut sich Scheel. Im Kreis Göppingen gibt es 2610 freie Stellen, 70 mehr als im Januar.

Die Arbeitslosigkeit im gesamten Bezirk insgesamt ist allerdings nicht bei allen Personengruppen zurück gegangen. Im Februar waren 1 438 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 57 oder 4,1 Prozent mehr als im Vormonat, und 113 oder 7,3 Prozent weniger als im Februar 2011. Bei den Jugendlichen unter 20 Jahren waren im Februar 263 Arbeitslose gemeldet; das waren 29 oder 12,4 Prozent mehr als im Vormonat, und 17 mehr (plus 6,9 Prozent) als im Vorjahresmonat.

Auch die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen nahm von Januar auf Februar um 12 oder 1,0 Prozent auf 1 176 Personen zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 45 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet (minus 3,7 Prozent). Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist hingegen gesunken: Im Vergleich zum Januar um 26 oder 0,5 Prozent auf 5 363 Personen.

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