Aqua Römer besinnt sich auf Regionalität

Der Brunnenbetrieb will vor allem mit „Göppinger“ wieder im Landkreis und darum herum punkten, so Geschäftsführer Andreas Schubert auf der „Intergastra“ in Stuttgart.

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Mit neuer PET-Flasche zurück zu alter Stärke: Die Aqua-Römer-Geschäftsführer Christina Lauber (links) und Andreas Schubert kündigten auf der »Intergastra« in Stuttgart an, die Marke »Göppinger« zu stärken.  Foto: 

„Wir wollen vor allem in unserem Kerngebiet zu alter Stärke zurück“, so Andreas Schubert, der Vorsitzende der Geschäftsführer von Aqua Römer in Göppingen. Und das heißt für ihn: Die Marke „Göppinger“ soll in der Region wieder forciert werden. Dass man in den vergangenen Jahren diese für das Unternehmen wichtige Marke habe etwas schleifen lassen, räumt Schubert ein. Doch damit soll jetzt Schluss sein, erklärt der Hannoveraner auf dem Aqua-Römer-Stand auf der „Intergastra“, der Fachmesse für Gastronomie in Stuttgart und kündigt an, verloren gegangenes Terrain zurückgewinnen zu wollen. Christina Lauber, Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb, unterstreicht das Ansinnen und präsentiert am Stand die neue, taillierte Ein-Liter-PET-Cycle-Flaschenform. Ab Mitte März, so Lauber, soll „Göppinger“ in der neuen, handlicheren und stablileren Flasche im Handel erhältlich sein. Entsprechend gibt es dazu auch eine Halb-Liter-Flasche.

Die Investition in die neue Flasche wollen Schubert und Lauber auch als klares Bekenntnis zum Standort Göppingen verstanden wissen, ebenso die bald abgeschlossene Modernisierung der betriebseigenen Lkw-Flotte. „Wir sind hier noch lange nicht am Ende unserer Ideen für neue Produkte“, so die beiden Unternehmenschefs. Sie verweisen gleich auf die erste Direktsaft-Apfel-Schorle von Aqua Römer, die ebenfalls ab Mitte März erhältlich ist und für die hauptsächlich Äpfel aus der Bodensee-Region verwendet werden.

Mit PET-Flasche junge Kunden gewinnen

Die Früchte werden zu Direktsaft gepresst und in Mainhardt im Schwäbisch-Fränkischen Wald mit „Aqua-Römer“-Mineralwasser abgefüllt. Von der Produktion unberührt bleibt die Göppinger Apfelschorle, die der Brunnen zusammen mit der benachbarten Kelterei „Boller Säfte“ herstellt. In Göppingen abgefüllt wird weiterhin das Heilwasser aus der Bad Niedernauer „Römerquelle“, die zweitgrößte Heilwassermarke im Land. Doch auch hier setzt der Göppinger Brunnenbetrieb künftig auf die Ein-Liter-PET-Flasche, ohne dabei das 0,75-Liter-Glasgebinde aufzugeben. Das PET-Gebinde im Heilwasserbereich sei im Fachhandel zweistellig gewachsen. Lauber geht davon aus, dass mit der neuen recyclebaren PET-Flasche vorrangig jüngere Käufer und Familie an die „Römerquelle“ gewonnen werden können.

Schubert wie Lauber gehen davon aus, dass der Göppinger Brunnenbetrieb 2014 weiter wachsen wird. Die genauen Umsatzzahlen für 2013 lägen noch nicht vor, doch Schubert geht davon aus, dass man 2013 auf jeden Fall das Ergebnis von 2012 hat erreichen können. Die kalten Monate in der ersten Jahreshälfte hätten ein deutliches Umsatzminus beschert gehabt. Dieses habe aber das zweite Halbjahr mit den zum Teil heißen Sommerwochen wieder ausgleichen können. Die Marke „Aqua Römer“ mache rund 60 Prozent des Umsatzes aus, die Regionalmarke „Göppinger“ 15 Prozent, weitere zehn Prozent entfielen auf das Heilwasser „Römerquelle“, die übrigen 15 Prozent verteilten sich auf weitere Produkte des Unternehmens. 2014 wolle man weiter wachsen und sich als viertgrößter Brunnenbetrieb in Baden-Württemberg behaupten. Mittelfristig schwebt Christina Lauber vor, sich noch an dem ein oder anderen Mitbewerber vorbeischieben zu können.

Dass sich der Göppinger Brunnenbetrieb nach langer Pause wieder an der im zweijährigen Turnus stattfindenden „Intergastra“ beteiligt, sieht Andreas Schubert als ein Indiz dafür, dass man es Ernst nehme mit dem Ansinnen, die Regionalität zu stärken. Die Fachmesse böte Gelegenheit, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen und deren Wünsche aufzunehmen. Auch mit der Marke „Aqua Römer“ erreiche man auf der Messe genau das Publikum im Hauptvertriebsgebiet, das vornehmlich Baden-Württemberg und Teile der angrenzenden Bundesländer umfasse.

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