Amtsinhaber Lenz hat noch viel vor

Am Sonntag wählen die Lautersteiner ihren Bürgermeister für die kommenden acht Jahre. Amtsinhaber Michael Lenz hat keinen ernsthaften Gegenkandidaten und in seiner zweiten Amtszeit noch viel vor.

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Bürgermeister Michael Lenz möchte in Lauterstein noch einiges bewegen und strebt eine zweite Amtszeit an.  Foto: 

Herr Lenz, in ihrer ersten Amtszeit setzten Sie viele Projekte um. Gibt es für acht Jahre noch genug zu tun?

MICHAEL LENZ: Ich hätte gerne noch mehr machen wollen. Ich sehe noch viele Aufgaben, die zu erledigen sind. Die Ortskernsanierung in Nenningen, weitere Investitionen zum Beispiel ins Freibad, in die Schule, in die Friedhöfe und in die Kanalisation sind erforderlich.

Was muss beim Freibad geschehen?

LENZ: Dort steht eine größere Sanierung in Becken und Technik an.

Kann sich Lauterstein das Bad auf Dauer leisten?

LENZ: Das Bad ist uns und der Bevölkerung wichtig. Der Erhalt ist das Ziel. Es bietet einen hohen Freizeitwert und dient der gesamten Bevölkerung. Wir betreiben es aber nicht als Selbstzweck, daher entscheiden letztlich die Besucher.

Was waren besonders wichtige Projekte Ihrer ersten Amtszeit?

LENZ: Die Fortsetzung und der Abschluss der Ortskernsanierung in Weißenstein und die Sicherung der Nahversorgung in Nenningen, wo die örtliche Landbäckerei einen Laden eröffnet hat. Anderswo sterben die Ortskerne aus. Das Wohnen im Ortskern von Nenningen und Weißenstein hat sehr, sehr viel Qualität. Wir haben mehr Bauplätze im Ortskern verkauft als im oberen Wohngebiet von Nenningen. Ähnlich ist es in Weißenstein. Die Menschen schätzen die kurzen Wege zu Kindergärten, Schule und Banken.

Trotz großer Projekte hat die Stadt kaum Schulden, zuletzt wurde ein großer Kredit getilgt.

LENZ: Wir haben eine Sondertilgung von rund 400 000 Euro gemacht und damit einen relativ teuren Kredit komplett abgelöst. Zudem haben wir die Rücklagen erhöht. Der Verschuldung von 325 000 Euro stehen Rücklagen von etwa 1,3 Millionen Euro gegenüber.

Also ist Lauterstein quasi schuldenfrei. Wie war dies möglich?

Wir haben alle Maßnahmen nach und nach einzeln finanziert und uns nicht überlastet. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer waren stabil. Wir haben auch für alle Projekte hohe Zuschüsse erhalten. Zudem konnten wir ein zehn Hektar großes Grundstück für die Erweiterung des Steinbruchs verkaufen. Die Stadt hat immer ihren Handlungsspielraum bewahrt. Dies gilt auch für die jetzt erfolgte Sanierung der Gemeindehalle in Nenningen, die dank Zuschüssen von etwa einer halben Million Euro in einem Zug vorgenommen wurde.

Kritisiert wird, dass in Kreuzberghalle, TV-Gaststätte und Gemeindehalle in unmittelbarer Nähe drei Küchen eingerichtet wurden.

LENZ: Wir hatten andere Vorstellungen, die waren nicht umsetzbar. Es musste sichergestellt sein, dass die Gemeindehalle auf Dauer verlässlich für alle Vereine und Personen nutzbar ist.

Wird die Kinderbetreuung in Lauterstein den Anforderungen gerecht?

LENZ: Ich würde sagen ja. Vor acht Jahren war da ein weißer Fleck.

Was erhoffen Sie sich von der Wahl am Sonntag?

LENZ: Über ein gutes Ergebnis würde ich mich sehr freuen. Eine Zustimmung von über 90 Prozent ist mein Ziel. Bei der Wahlbeteiligung eine fünf vorne zu haben, wäre ganz toll.

Eine Wahlbeteiligung von über 50 Prozent klingt ziemlich ambitioniert.

LENZ: Ich weiß, dass das schwierig ist, man darf ja Wünsche äußern.

Und nach der Wiederwahl suchen Sie neue Herausforderungen. Das erlebt man bei Bürgermeistern nach der ersten Amtszeit immer wieder?

LENZ: Ein klares Nein. Ich sehe hier noch viele Aufgaben, die es zu erledigen gibt. Meine Familie und ich haben hier ein Haus gebaut. Wir fühlen uns wohl. Auch haben wir in Lauterstein ein außerordentliches Miteinander in Gemeinderat, Bevölkerung und Vereinen. Dies zeigt sich beim Weihnachtsmarkt, beim Stadtfest und beim Neujahrsempfang. Es besteht bei mir die größte Motivation für weitere acht Jahre und darüber hinaus.

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