Ambitioniertes Programm für Schülerbetreuung

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In Ebersbach steht eine systematische Schülerbetreuung an Grundschulen einschließlich der meisten Ferienzeiten zur Diskussion. Die Stadtverwaltung hat dafür ein Konzept vorgelegt und reagiert damit auf Wünsche aus dem Gemeinderat.

Bisher gibt es in Ebersbach bereits Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule, es gibt die Kernzeitenbetreuung, die Ganztagsbetreuung an der Hardtschule und das Nachmittagsangebot an der Marktschule. Langfristig will die Stadtverwaltung an jeder Grundschule montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr Betreuung bieten, sofern mehr als fünf Kinder zusammenkommen. Gruppen bis zu 20 Kinder würden ab zehn Kindern von einer Fachkraft und einer Betreuungskraft geführt.

Abgedeckt würden künftig die Ferienzeiten bis auf die Weihnachtsferien und zwei Wochen Sommerferien, dies aber vermutlich nicht an jeder Schule, sondern zentral fürs Stadtgebiet, sagt die Ebersbacher Sozialmanagerin Rebecca Harscher. Das Angebot soll sich am Bedarf ausrichten. Betreuung gibt es bereits in den Faschings-, Pfingst- und Sommerferien, wobei man dies künftig etwas anders strukturieren würde. Der Bedarf an Schülerbetreuung wachse analog zur Kindergartenbetreuung, weil beides Müttern die Berufstätigkeit ermögliche, so Harscher. "Wir bauen von unten herauf auf und können nicht bei der Schule aufhören", warnt sie.

Beraten wird das Konzept erst im April. Es würde gegebenenfalls schrittweise umgesetzt. Stadträtin Gabriele Ebensperger nannte es schon mal "ambitioniert" mit einer Betreuung von 7 bis 17 Uhr, sieht es aber nur als Übergangsregelung bis zur Einführung der Grundschul-ganztagesschule bis 2020. "Das ist nicht die Zukunft."

Ingrid Scherr sorgte sich um eine Unterbezahlung der Fachkräfte. Die müssten mit Erzieherinnen im Kindergarten gleichgestellt werden. "Wir müssen nachjustieren, wir brauchen qualitativ gutes Personal." Wie die Rechnung für die Stadt aussieht, ist noch nicht heraus. Sie rechnet mit einem Zuschuss vom Land, über die Elternbeiträge wäre noch zu sprechen. Brigitte Kreisinger forderte, Elternbeiträge für die Ferienbetreuung müssten im Gleichklang mit den Kindergartenbeiträgen stehen.

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