AM SET: Cobain: Ein Film über Gefühle

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Wer Kurt Cobain war, muss man eigentlich nicht erklären. Der Frontmann der Grunge-Legende Nirvana erschoss sich am 5. April 1994 im Alter von 27 Jahren und schrieb davor Musikgeschichte. Seither gibt es unzählige Biografien, Erklärungsversuche, Verschwörungstheorien.

Die aktuelle Doku "Montage of Heck", benannt nach einem frühen Mixtape Cobains, sticht allein deshalb heraus, weil sie Kurt Cobains Tochter Frances Bean produziert hat. Das verschaffte dem Regisseur Brett Morgen den Segen von Kurts Witwe Courtney. Auch Mutter, Vater und Schwester von Cobain sprachen mit ihm, dazu etwa der Ex-Nirvana-Bassist Krist Novoselic.

Um die bloßen Fakten ging es Morgen indes ohnehin nicht, wie er in einem Interview mit dem Online-Magazin "Collider.com" sagt: "Ich wollte nicht nur Köpfe zeigen, die sprechen. Der Film ist nicht über Fakten, sondern über Gefühle."

Sechs Jahre hat es gedauert, bis der Film auf der Kinoleinwand zu sehen ist. Wobei es keine Zensur vonseiten der Familie gegeben habe. "Zu keinem Material wurde mir der Zugang verwehrt", sagt Morgen. "Es gab schon einige Szenen, mit denen die Familie nicht glücklich war - etwa, wenn Kurt auf Heroin ist." Trotzdem seien die Szenen geblieben. Auch über Courtney Love, für viele Nirvana-Fans eine Hassfigur, hat er gute Worte übrig: "Ich wollte klar machen, warum Kurt Courtney liebt", sagt er. "Wenn die Zuschauer Courtney hassen, funktioniert der Film nicht." Im Prinzip gehe es darum, wie Kurt versuchte, eine Familie zu haben: ob mit Nirvana, seiner Freundin Tracy oder mit Courtney.

Dass auch die Musik eine zentrale Rolle in Kurt Cobains Leben spielte, lässt Morgen nicht außer Acht. Er hofft auf gute Soundausstattung der Kinos: "Dieser Film muss laut sein."Info Montage of Heck, USA 2014, 132 Min., FSK 12

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