Alte Zeiten eingefangen

Ein Modell des Faurndauer Nordbahnhofs ist bei der Ausstellung "100 Jahre Josefle" in Rechberghausen zu bewundern. Günther Grün hat es originalgetreu und maßstabsgerecht gebastelt.

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Der passionierte Modellbauer aus Faurndau hat damit ein Stück Zeitgeschichte eingefangen und festgehalten. Aber hinter der Nachbildung des Bahnhofs stecken noch mehr Heimatgeschichten.

1984 fuhr zum letzten Mal das "Josefle" übers Gleis, bevor der historische Zug endgültig still gelegt wurde. Das Bahnhofsgebäude mit dem Schild "Faurndau Nord" an der Salamanderstraße ist noch erhalten und mittlerweile restauriert worden, ebenso das Toilettenhäuschen. Vom Gleis und dem ehemaligen Bahnsteig sind noch Reste erhalten. Hier stiegen morgens die Fabrikarbeiter aus Wäschenbeuren und Rechberghausen aus dem Zug, um in die nahe gelegene Salamanderfabrik zur Arbeit zu gehen, erzählt Günther Grün und bedauert, dass die alte Brücke, durch die der Zug einst Richtung Göppinger Hauptbahnhof fuhr, bald abgerissen wird. Er hat die Zeit im Modell eingefangen: Der Kohle-Bagger schaufelt die Kohlen für den Dampfzug, am "Ständle" trinken die Arbeiter ihr Feierabendbier, ein Pferdefuhrwerk rumpelt vorüber und transportiert Stückgut. Lagerschuppen sind zu sehen, die heute abgerissen sind, und der Schrotthändler geht seiner Arbeit nach.

1975 hat Günther Grün mit dem Modellbau angefangen, als er drei Jahre lang für die Firma Schuler in Afrika tätig war. "Eisenbahnen bauen viele", sagt er, "ich will die alten Gedanken erhalten, zeigen, wie es damals ausgesehen hat." Angefangen hat er mit dem Bau eines Schachbretts, inzwischen hat er den Nord-Bahnhof, die Stiftskirche und den 350 Jahre alten Farrenstall in Faurndau detailgetreu nachgebaut.

Info Ausstellung mit Führung "100 Jahre Josefle" in der Kulturmühle in Rechberghausen am heutigen Samstag von 14 bis 18 Uhr. Das Modell des Faurndauer Nordbahnhofs von Günther Grün ist nach der Ausstellung wieder im Rathaus in Faurndau zu besichtigen.

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