Alles hat seinen Preis

Seit zehn Jahren gibt es in Europa eine Gemeinschaftswährung. Anja Heinig hat bei Passanten in Göppingen nachgefragt, was sie vom Euro halten und ob ihnen die D-Mark lieber wäre.

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Helmut Scheel, Inhaber und Geschäftsführer von feriendomizil.com., findet den Euro super und unerlässlich. Geschäftlich könne so eins zu eins transferiert werden, denn das Wechselgeldrisiko fällt weg. Auch würde der Bankenverkehr vereinfacht und er genießt es, ins europäische Ausland zu reisen, ohne Geld wechseln zu müssen. Der Göppinger ist sich sicher, dass mit der D-Mark noch alles viel teurer geworden wäre.

Ebenfalls sehr viel Positives bringt der Euro für Claudia Pfeiffer. Zum einen könne man mit der Einheitswährung die Preise im Ausland besser einschätzen und zum anderen müsse man, bevor man in den Urlaub geht, nicht umtauschen. Claudia Pfeiffer findet, dass auch die D-Mark ihren Preis hatte und vermutet, dass es durch den Euro nicht wesentlich teuer ist, als wenn es noch die D-Mark gäbe.

Rainer Staib sieht den Euro ebenfalls als Bereicherung an und bewertet die Einführung deshalb positiv. Der Polizeihauptkommissar findet, dass mit den verschiedenen Prägungen auf den Münzen die Internationalität erhalten bliebe. Darüber hinaus gebe es keine Wechselkursverluste für Unternehmen aber auch für den Urlauber. Er hofft, dass der Euro erhalten bleibt und nicht jedes Land wieder seine eigene Währung einführt. Bereits die öffentliche Diskussion darüber erachtet der Bad Boller als kritisch. So gehe das Vertrauen in den Euro verloren.

Der Euro ist für die 26-jährige Sabrina Lepatschke aus Süßen nur ein Ärgernis. Sie findet, dass mit der Einführung der Währung alles teurer geworden ist. Auf Grund der anhaltenden Diskussionen weiß sie auch nicht, wie es weitergehen soll. Für die Angestellte im Einzelhandel sei es schwer, die Dimension, die die Diskussionen auslösen, zu erfassen. Als Verkäuferin im Einzelhandel merkt sie auch, dass die Leute nicht mehr so viel einkaufen gehen, was für sie sehr schlecht sei.

Mike Titzler ist auch unzufrieden mit dem Euro. Der Speditionskaufmann aus Süßen hat ebenfalls das Gefühl, dass mit der Einführung des Euro alles teurer wurde und der Begriff "Teuro" zutreffend sei. Der 30-Jährige findet, dass er weniger im Geldbeutel habe und wünscht sich die D-Mark zurück. Rückblickend denkt er, dass es für ihn und alle besser gewesen wäre, wenn die D-Mark geblieben wäre. Er habe die Einführung vor zehn Jahren schon nicht verstanden. Wenn er sehe, was zwischenzeitlich passiert ist, verstehe er es erst recht nicht.

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