Aktion: DRK kämpft für "gutes Geld"

Beschäftigte des DRK-Kreisverbandes haben am Mittwoch ihre Mittagspause genutzt, um auf die laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam zu machen. Sollte es kommende Woche keine Einigung geben, droht Streik.

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Einsatzort Göppinger Marktplatz: Das Deutsche Rote Kreuz machte am Mittwoch mit einer Aktion auf die laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam.  Foto: 

Drei Rettungswagen stehen in Reih und Glied, Blaulicht blinkt, Sanitäter wuseln um die Sankas herum. Um verletzte oder kranke Menschen mussten sich die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gestern Mittag auf dem Göppinger Marktplatz jedoch nicht kümmern. Vielmehr ging es darum, sich selbst zu helfen. Die Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes haben sich an einem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Unter dem Motto "Gute Arbeit braucht gutes Geld" wollten sie auf die laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam machen und signalisieren, dass sie hinter den Forderungen der Gewerkschaft Verdi stehen.

Die Tarifkommission der Arbeitnehmervertreter will eine Entgelterhöhung von 7,88 Prozent erreichen, dabei mindestens 150 Euro für Auszubildende und Schüler sowie mindestens 60 Euro für Praktikanten. Der Arbeitgeber bietet derzeit nur ein Plus von 1,5 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 80 Euro für Azubis und Schüler sowie 40 Euro für Praktikanten. "Das erste Arbeitgeberangebot zum Verhandlungsauftakt am 11. Februar 2014 war noch völlig unzureichend", sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Yvonne Baumann. "Wir wollen mit unseren Aktionen deutlich machen, dass sich die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde deutlich mehr bewegen müssen". Am 20. März gehen die Verhandlungen in die nächste Runde. Sollte es zu keiner Einigung kommen, droht die Gewerkschaft mit Streik. Von der aktuellen Tarifrunde sind etwa 20.000 Mitarbeiter in den tarifgebundenen Einrichtungen des DRK betroffen.

Am Mittwoch legten die Beschäftigten des Roten Kreuzes ihre Arbeit nicht nieder. Sie nutzten vielmehr ihre reguläre Mittagspause, um auf den Tarifstreit aufmerksam zu machen. Sie verteilten Flyer und kamen mit Passanten in der Göppinger Innenstadt ins Gespräch. Kranke Menschen wurden ganz normal versorgt: Sobald ein Notruf einging, rückten die Sanitäter aus.

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