Ahnenforschung: Vorträge zur Genealogie

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Geislingen. Zum Jahr der Genealogie, das die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV) für 2014 proklamiert hat, veranstaltet der Arbeitskreis Familien- und Ahnenforschung Geislingen eine Vortragsreihe.

Den ersten Vortrag hält am Freitag, 11. Juli, um 18 Uhr im Wappensaal im Albwerk in Geislingen der Kreisarchivar des Landkreises Göppingen, Dr. Stefan Lang, unter dem Motto: Die Reichsstadt Ulm und ihre Patriziergeschlechter. Einst reichte die Grenze des Ulmer Hoheitsgebiets weit ins Filstal hinein, die Reichsstadt an der Donau war bis 1803 einer der wichtigsten kommunalen Machtfaktoren im deutschen Südwesten. Geleitet wurden die Geschicke Ulms über Jahrhunderte hinweg von einer eng versippten adligen Oberschicht: den Patriziern. Sie besetzten stets die wichtigsten Ämter und besaßen seit Mitte des 16. Jahrhunderts auch die Mehrheit im Rat. Doch ihre Lebenswelten waren nicht nur auf den städtischen Horizont beschränkt, sie verfügten teilweise über umfangreichen Landbesitz und die zugehörigen Hoheitsrechte, bauten Schlösser und stifteten Kirchen. Im Ulmer Territorium nahmen sie ebenfalls führende Positionen ein und wirkten als Obervögte der Landstädte Geislingen, Leipheim, Langenau und Albeck. Der Vortrag wird nicht nur die politischen Leistungen des Patriziats vorstellen, sondern auch das gesellschaftliche Leben der einstigen Ulmer "High Society" mit seinen zahlreichen Facetten vorstellen - mit ihren Festen, Selbstdarstellungen, Kavalierstouren und manchmal auch handfesten Skandalen.

Den zweiten Vortrag hält am Freitag, den 10. Oktober, in Waldhausen im Ochsen Dr. Melanie Schranz von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie wird über ihre Doktorarbeit "Demografische Entwicklung auf der Stubersheimer Alb" sprechen. Ebenfalls wird Dr. Schreg vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz über die Wüstungsforschung auf der Stubersheimer Alb berichten.

Der dritte Vortrag wird am Samstag, den 8. November, im Ursula-Stift in Gussenstadt stattfinden. Lena Voelz und Mandy Willert von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden über Magisterarbeiten zur Demografische Entwicklung Gussenstadts sprechen. Die Vorträge befassen sich mit dem Wanderungsverhalten, Eheverhalten, Auswanderung, Sterberaten und bieten interessante Einblicke in das Leben auf der Schwäbischen Alb vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Die Arbeiten sind aufgrund der Kirchenbuchabschriften des Vereins und anderen Quellen entstanden.

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