Adenauer-Enkel: Staatsverschuldung abbauen

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise referierte Adenauer-Enkel Stephan Werhahn in Zell u. A. über einen "Werte-Kompass für ein besseres Europa".

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Referierten in Zell: Eduard Freiheit (l.) und Stephan Werhahn.  Foto: 

Die Finanzkrise in Europa und ihre Folgen sind ein Thema bei den Menschen. Das wurde bei einem Informationsabend im vollbesetzten Vortragsraum im Dienstleistungszentrum Wagner in Zell u.A. deutlich. Fazit des Abends: Die Europäische Zentralbank und die Politiker Europas zerstören die Altersvorsorge der Deutschen.

Adenauer-Enkel Stephan Werhahn ist der Auffassung, dass das europäische Vertragswerk neu verhandelt gehöre und die Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten für ihr politisches und insbesondere ihr haushälterisches Handeln stärker ausgeprägt sein müsse. Europa müsse glaubhaft den Weg steigender Staatsverschuldung verlassen. Die gegenseitige Abhängigkeit von Banken und Staaten müsse dabei aufgehoben werden, so Werhahn.

Dabei forderte er, dass eine Teilnahme an der Europäischen Union, als auch am Euro freiwillig sein müsse. Dabei müsse die Mitgliedschaft in der Euro-Zone stärker am Status der Wettbewerbsfähigkeit der Länder ausgerichtet werden. Die Europäische Geldpolitik habe nicht die Aufgabe, divergente Volkswirtschaften durch die Klammer der gemeinsamen Währung zusammenzuhalten.

Im Zuge dessen zeigte Gastgeber Eduard Freiheit auf, wie man in unsicheren und schwierigen Zeiten trotzdem vernünftig, sicher und renditestark Geld in Anlagevermögen aber auch in einer betriebliche Altersvorsorge anlegen kann. Finanzexperte Freiheit erläuterte ein Gegenmodell zu den herkömmlichen Anlageformen. "Wir leben in einer globalen Welt, warum investieren wir nicht auch global?", fragte Freiheit. Darin würde die Chance der Sparer liegen. Auch wenn die Aktien crashen, könne man mit einem soliden und breit angelegten System mindestens sechs bis sieben Prozent Gewinn einfahren.

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