"Wir haben den Personalstamm verdoppelt"

Michael Haug und Jens König sind seit einem Jahr die Betreiber im Hotel Becher in Donzdorf. Im Gespräch mit unserer Zeitung ziehen sie eine erste Bilanz und blicken positiv in die Zukunft.

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Michael Haug: "Unsere Übernachtungszahlen liegen weit über dem Branchendurchschnitt." Fotos: Constantin Fetzer

Herr König, Sie betreiben nun seit einem Jahr das Hotel Becher in Donzdorf. Wie ist Ihre Bilanz?

JENS KÖNIG: Wir sind sehr zufrieden und bekommen sehr gutes Feedback von unseren Kunden - übrigens sowohl im Hotelbereich als auch in unserer Gaststätte. Wir mussten ja viel Vertrauen, gerade hier auch bei den Menschen in Donzdorf und vor allem auch bei den Unternehmen in Donzdorf wiedergutmachen, das durch unsere Vorgänger und die Insolvenz des Hotels verloren gegangen war. Es spricht sich herum, dass der Becher in Donzdorf wieder eine gute Adresse ist, so wie es ganz früher einmal war. Diese sehr positive Entwicklung freut uns natürlich, denn wir haben sie uns hart erarbeitet.

MICHAEL HAUG: Wir haben sehr viele Jahrgangstreffen, Geburtstage, Hochzeiten und andere Familienfeiern von Menschen in und um Donzdorf. Das zeigt, dass unsere Arbeit ankommt und das Hotel und das Restaurant wieder geschätzt werden. Auch während der Fasnet spielt der Becher künftig wieder eine wichtige Rolle - denn das gehört zu Donzdorf wie auch das Hotel Becher.

Aber was machen Sie anders als Ihre Vorgänger, denen zuletzt ja die wirtschaftliche Basis gefehlt hat?

HAUG: Wir setzen unser Konzept, eine ehrliche Gastronomie zu machen, mit Herzblut um und haben ein motiviertes Team - das spüren auch die Kunden. Ich möchte sagen: Die Qualität bei uns stimmt einfach. Dass es für den Becher auch in der Vergangenheit eine wirtschaftliche Perspektive gibt, das habe ich gesehen, als ich im Auftrag des Insolvenzverwalters aktiv war - so kam ich übrigens hier in den Becher. Wir haben, als wir fast genau vor einem Jahr das Hotel gepachtet haben, die richtigen Weichen gestellt, um eine langfristige Perspektive für den Becher zu haben.

Woher kommen Ihre Kunden? Sind es Touristen oder Geschäftsleute?

KÖNIG: Wir haben vor einem Jahr die Unternehmen in und um Donzdorf besucht - auch in der weiteren Umgebung. Wir haben uns vorgestellt und viel informiert. Das war sicher wichtig und richtig, was die Anfragen und auch die Übernachtungszahlen zeigen. Wir sind hier ja nicht nur ein Hotel, sondern wir können auch mehrere Konferenzräume in verschiedenen Größen anbieten. Dieses Angebot nutzen viele Firmen regelmäßig. Die Flexibilität, was die räumlichen Gegebenheiten angeht - von unserem Saal bis zum Nebenzimmer im Restaurant - sind bei unseren Kunden gefragt. Auch im Catering-Bereich sind wir gefragt und liefern in die Umgebung zu den verschiedensten Anlässen.

HAUG: Wir haben ja praktisch direkt vor der Haustüre viele Firmen, die regelmäßig nationale oder auch internationale Gäste haben. Auch wenn in Stuttgart eine große Fachmesse stattfindet, spüren wir das deutlich.

Das heißt, die Übernachtungszahlen sind gut?

HAUG: Mehr als das: Sie liegen weit über dem branchenüblichen Durchschnitt, und wir sind oft komplett ausgebucht. Wirtschaftlich fahren wir im ruhigen Fahrwasser und wollen noch weitere Arbeitsplätze schaffen. Übrigens haben wir unseren Personalstamm während des vergangenen Jahres verdoppelt, weil die Nachfrage so groß ist.

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