"Wipfel-Gipfel" im Wiesensteiger Rathaus

Der geplante Baumwipfelpfad stößt in Wiesensteig auf Widerstand. Die Teilnehmer des "Wipfel-Gipfels" waren dagegen weitgehend positiv eingestellt.

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Zu einem Treffen zum geplanten Baumwipfelpfad mit mehreren Regierungspräsidenten und Fachleuten kam es am Mittwoch in Wiesensteig. Während am gleichen Tag bei einer öffentlichen Info-Veranstaltung im Schloss ein Aktionsbündnis seine Bedenken gegen den erwarteten Ansturm auf den Tourismus-Magneten anmeldete und vor allem viel Verkehr befürchtete, stand bei dem Treffen im Rathaus die Bedeutung des Projekts für den Landkreis im Vordergrund. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts hervor.

Unter den Teilnehmern des Treffens im Rathaus waren laut Pressemitteilung der Regierungspräsident aus Stuttgart, Johannes Schmalzl, der Regierungspräsident aus Tübingen, Hermann Strampfer, der Erste Landesbeamte des Landkreises Esslingen, Matthias Berg, einer der Geschäftsführer des Landesbetriebs Forst BW, Martin Strittmatter sowie Vertreter des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, der Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen und des Landkreises Reutlingen. Sie ließen sich zunächst im Rathaus von Bürgermeister Gebhard Tritschler und Landrat Edgar Wolff über das Projekt Landschaftspark Albtrauf informieren, in dem die Errichtung eines Baumwipfelpfads als Starterprojekt definiert wurde. Daneben wurde die Bedeutung des Projekts für Stadt und Landkreis dargestellt.

Bernd Bayerköhler, der Vorstandssprecher der Erlebnis Akademie AG als möglicher Investor, präsentierte danach die Ideen zum Baumwipfelpfad am Standort Wiesensteig und berichtete über seine Erfahrungen mit dem ersten Baumwipfelpfad in Neuschönau im Bayerischen Wald und vom Baumwipfelpfad auf Rügen, der derzeit gebaut wird. Auch sein Vorstandskollege Christoph Blaß war beim "Wipfel-Gipfel" dabei. Nach dem Auftakt im Rathaus Wiesensteig besichtigte die Gruppe vor Ort am Bronnen den Standort, an dem der Baumwipfelpfad entstehen soll.

Der Pfad zwischen den Wipfeln der Bäume im Wald beim Reußenstein soll etwa 1250 Meter lang werden. Die Stelzen dafür sollen bis zu 20 Meter hoch sein. Dazu kommen ein Waldinformationzentrum und ein gastronomischer Betrieb mit etwa 250 Plätzen. Der potenzielle Betreiber rechnet mit etwa 250 000 Besuchern pro Jahr. An Spitzentagen wären das bis zu 4000 Menschen.

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