"Tresor" bekommt Zuschlag

Die Würfel sind gefallen: Die Göppinger Stadthalle soll an den Gastro-Betrieb "Tresor" verpachtet werden. Er setzte sich gegen mehrere Mitbewerber durch. Offen ist, in welchem Umfang die Küche saniert wird.

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Der Frühling naht: Bäume und Sträucher im Göppinger Stadthallenpark erwachen langsam aus dem Winterschlaf. Auch ins Stadthallen-Restaurant (im Hintergrund links) soll ab August wieder Leben kommen. Foto: Staufenpress

Göppinge - Das Restaurant der Göppinger Stadthalle hat bald wieder reguläre Öffnungszeiten. Der Gemeinderat fällte jetzt hinter verschlossenen Türen die Entscheidung, wer ab August der Betreiber wird. Die Wahl fiel nach Informationen der NWZ auf die Göppinger Firma "Tresor GbR", die bereits fünf weitere Restaurants betreibt. In die engere Wahl waren außerdem das Uhinger Unternehmen "Pino Event Gastronomie" sowie der derzeitige Pächter Oliver Kottmann gekommen. Nach der Präsentation der jeweiligen Konzepte in nichtöffentlicher Sitzung des Gemeinderats hatte sich dann jedoch der "Tresor" mit recht deutlichem Vorsprung bei der Abstimmung durchgesetzt.

Laut der Ausschreibung wird damit ab August nicht nur das Stadthallenrestaurant mit Terrasse neu eröffnet. Der "Tresor" übernimmt auch die Bewirtung der Stadthallensäle mit bis zu 1100 Plätzen und den Konferenzbereich. Tresor-Gesellschafter Ulrich Stroh sagte gestern der NWZ, er und seine Mitarbeiter freuten sich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung.

Das Unternehmen begann im Jahr 2002 mit dem "Tresor am Marktplatz" in den ehemaligen Räumen der Deutschen Bank. In den Jahren 2007 bis 2011 kamen der "Tresor am Golfpark" Göppingen, die Clubhäuser der Golfclubs Hetzenhof und in Bad Überkingen sowie die Gaststätte "Miljöh" in Albershausen hinzu. Das Gastronomieunternehmen beschäftigt mittlerweile 60 Mitarbeiter. In der Gesellschaft bürgerlichen Rechts fungieren Ulrich Stroh und Lorenc Lleshaj als Gesellschafter und Geschäftsführer. Lleshaj und Ulrich Strohs Ehefrau Marianne kümmern sich um den laufenden Betrieb. Ulrich Stroh hat die kaufmännische Leitung.

Mit der Neuverpachtung endet im Stadthallenrestaurant eine lange Durststrecke: In den Jahren 2003 und 2004 war es für 700 000 Euro saniert worden. Drei Jahre später musste die Betreiberin Insolvenz anmelden. In den vergangenen Jahren hatte Oliver Kottmann das Restaurant nur noch für Privatfeste geöffnet. Das Pachtverhältnis lief immer nur kurzfristig, weil die Stadt eine Dauerlösung im Zusammenhang mit dem geplanten Hotel-Bau anstrebte. Die Pläne zerschlugen sich jedoch. Im Dezember schrieb der Gemeinderat die Verpachtung der Stadthallengastronomie schließlich neu aus. Zu den Anforderungen an den neuen Wirt gehört laut Ausschreibung neben viel gastronomischer Erfahrung, Engagement und Solvenz, professionelles Auftreten gegenüber Gästen und Veranstaltern sowie regionale Küche, aber auch internationale Gastronomie.

Offen ist derzeit, in welchem Umfang die Küche des Restaurants saniert werden muss. Olaf Hinrichsen, Pressesprecher der Stadt Göppingen, sagte, zunächst müssten die konkreten Wünsche und Vorstellungen der neuen Pächter ermittelt und verhandelt werden. Dann erst könne die nötige Summe im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Sicher ist: Manche Geräte stammen noch aus dem Jahr 1989, andere wurden im Jahr 2003/2004 ersetzt. Die Stadt bescheinigt der Küche inzwischen selber: "Der allgemeine Zustand entspricht nicht mehr dem Standard." "Tresor"-Geschäftsführer Ulrich Stroh wollte sich noch nicht festlegen. Zunächst müsse ein Fachmann die Küche und deren Zustand unter die Lupe nehmen.

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