"Touristische Chance"

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Wie schwierig es sein kann, überregional wahrnehmbare Anziehungspunkte durch touristische Angebote zu entwickeln, zeigt die aktuelle Diskussion um einen geplanten Baumwipfelpfad in Wiesensteig. Auf der Bezirksversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK), Bezirkskammer Göppingen, haben sich die Unternehmer aus allen Branchen gestern uneingeschränkt positiv zu dieser Idee geäußert. Die Betriebe werteten das Angebot als eine "einzigartige Chance".

"Der Kreis Göppingen kann mit dem Baumwipfelpfad eine im weiten Umfeld der Region Stuttgart und der Schwäbischen Alb einmalige Attraktion gewinnen", unterstrich IHK-Bezirkskammerpräsident Wolf Ulrich Martin. So ein Alleinstellungsmerkmal habe bisher gefehlt. Auf verschiedene Fragen gebe es teilweise noch keine abschließenden Antworten. Die Sorgen einzelner Betroffener seien verständlich. "Die aufgeworfenen Bedenken sollten jedoch ausgeräumt und die Probleme gelöst werden, ohne das gesamte Projekt in Frage zu stellen", betonte Hans-Ulrich Sihler von der Aktiv Busreisen GmbH in Geislingen, der Mitglied der IHK-Bezirksversammlung ist.

Das Göppinger Kreisentwicklungskonzept habe sich deutlich dazu bekannt, den Tourismus zu stärken. Der Investor geht derzeit von 200 000 bis 250 000 Besuchern jährlich aus, "die als Käufer oder Konsumenten regionaler Produkte entsprechende Umsätze in die Region bringen könnten". Der Baumwipfelpfad ergänze bereits vorhandene touristische Angebote wie Wander- und Radwege oder das immer populärere Geocaching.

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