„Musiklehrer öffnete mir die Tür zur magischen Welt der Musik“

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Der Pianist Martin Stadtfeld spielt in Göppingen Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488. r  Foto: 

Martin Stadtfeld, schon mehrfach zu Gast in der Göppinger Stadthalle, spielt morgen zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Rasmus Baumann neben Haydn-Sinfonien auch Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488. Hanns-Horst Bauer hat den Pianisten vorab zu diesem Konzert befragt.

Welche Rolle spielt Mozart mit seinen zahlreichen Sonaten und Konzerten in Ihrem umfangreichen Repertoire?

Martin Stadtfeld: Die Sonaten spielen in meinem Repertoire keine sehr große Rolle, da Sie von Mozart meist als Gelegenheitswerke für den Klavierunterricht geschrieben wurden.

Die Klavierkonzerte jedoch zählen zu den bedeutendsten musikalischen Schöpfungen überhaupt. Gerade das Klavierkonzert KV 488 ist in seiner „Figaro“-Lebendigkeit eines der schönsten Werke Mozarts.

Auf Ihrer aktuellen CD Chopin stellen Sie den 24 Etüden des Meisters Ihre eigenen, ganz persönlichen Improvisationen gegenüber. Was wollen Sie damit erreichen?

Es ging mir darum, einen „roten Faden“ durch den Etüdenzyklus zu ziehen. Momente der Reflektion, des Vorwegnehmens, des Nachsinnens zu schaffen und zugleich den zyklischen Charakter zu stärken.

Wie hat sich Ihre Begeisterung für die Musik und ganz besonders fürs Klavier entwickelt?

Meine Mutter hörte ständig die großen Aufnahmen mit Svjatoslav Richter, Emil Gilels und Wilhelm Kempff. Als ich sechs Jahre alt war, fragten meine Eltern mich, ob ich ein Instrument spielen wollte. „Ja. Klavier!“ antwortete ich spontan. Mein wunderbarer erster Klavierlehrer, Hubertus Weimer, öffnete mir dann die Tür zur magischen Welt der Musik.

Wie fühlen Sie sich unmittelbar vor einem Konzert?

Es ist für mich ein schwieriger Moment, der mit Zweifeln und Ängsten behaftet ist. Aber letztlich siegt doch immer die Freude, hinauszutreten und das Ereignis der Musik mit vielen Menschen zu teilen.

Konzert Weltstar Martin Stadtfeld und die Neue Philharmonie Westfalen spielen morgen, 20 Uhr, in der Stadthalle Göppingen: Eine frühe und eine späte Haydn-Sinfonie (die „Oxford“) sowie das Mozart-Klavierkonzert A-Dur KV 488.

Solist Der heute 36-jährige Martin Stadtfeld begann mit sechs Jahren Klavier zu spielen, mit neun gab er sein Konzertdebüt, mit 14 kam er an die Musikhochschule, mit 23 gewann er den Bach-Wettbewerb Leipzig Er ist vierfacher „ECHO-Klassik-Preisträger“.

Konzert Einführung ins Programm um 19:20 Uhr.

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