„Musikerleben macht uns klarer und friedlicher“

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Sang schon vor fast 20 Jahren beim Filseck-Sommerfestival: Gundula Peyerl.  Foto: 

Seit Samstag läuft das Sommerfestival auf Schloss Fils­eck. Um die Musiker näher kennenzulernen, haben wir ihnen sieben Fragen gestellt. Zum Abschluss der kleinen Serie antwortet die Sängerin Gundula Peyerl, Solistin im Schlusskonzert.

Lust auf Open Air?

Gundula Peyerl: Unbedingt! Ein Open-Air-Konzert an einem schönen Sommerabend kann so ein erhebendes Gefühl sein. Einfach immer ein tolles und romantisches Erlebnis! Das Einzige, was diesen Spaß trüben kann, ist leider das Wetter.

Zum ersten Mal auf Schloss Filseck?

Oh, nein! Ehrlich gesagt ist dieses „erste Mal“ nun schon fast 20 Jahre her. 1998 habe ich mit dem Brahms-Requiem beim Sommerfestival begonnen. Darauf folgten viele weitere Konzerte, an die ich gerne zurückdenke, zum Beispiel „Carmina burana“, Händels „Messias“ in szenischer Fassung oder die „Westside Story Suite“. In den letzten Jahren war ich meist beim Kirchenkonzert aktiv und freue mich in diesem Jahr sehr, im Abschlusskonzert mitzuwirken und das schöne Feuerwerk genießen zu dürfen.

Warum Musik …

Schon als kleines Kind hat mich die Musik fasziniert, vor allem das Singen, weil man dabei musizieren und in eine Rolle schlüpfen, ein Gedicht oder einen Text mit Ton erzählen kann. Das ist schon eine besondere Kombination, da die Wirkung des Textes durch die Musik im besten Fall grandios verstärkt wird.

… und warum genau diese Musik?

Weil sie perfekt zu einem sommerlichen Open-Air-Konzert passt. Die lyrische Rhapsodie für Sopran und Orchester „Knoxville: Summer of 1915“ des Amerikaners Samuel Barber lässt uns in die Stimmung eines Sommerabends in Knoxville/Tennessee eintauchen. Das Stück erzählt von Erinnerungen an diesen Abend aus der Sicht eines Kindes und malt darin ein idyllisches, nostalgisches Bild seines Geburtsortes Knoxville. Ich hoffe, dass wir das rüberbringen werden.

Schattenseiten?

Manchmal ist es schon schade, vor allem für die Familie, wenn man dann arbeiten muss, wenn andere frei haben.

Erwartungen an das Publikum?

Ich hoffe und glaube, dass die Konzertbesucher einen romantischen Abend erleben werden. Geheimnisvollerweise fühlt man sich doch nach einem schönen Live-Konzert anders als vorher – und zwar „besser“ anders.

Visionen, Ziele, Träume?

Obwohl die klassische Musik aus vergangenen Epochen stammt, steckt in ihr etwas drin, das uns auch heute noch etwas Grundsätzliches zu sagen hat: etwas, das uns tief berührt. Das Musikmachen und -erleben macht uns irgendwie klarer, aufgeräumter und friedlicher. Es ist ein Erlebnis auf allen Gefühlsebenen, da kann man manchmal traurig und getröstet zugleich sein, oder weinen und gleich wieder lachen. Ich wünsche mir, dass kommende Generationen diese Lebensbereicherung genauso schätzen werden.

Info Gundula Peyerl singt am Sonntag beim Abschlusskonzert des Sommerfestivals auf Schloss Filseck den Solopart in Samuel Barbers Rhapsodie „Knoxville – Summer of 1915“. Begleitet wird sie vom Festivalorchester.

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