"Lebende Wegweiser zum Glück"

Das Publikum im Kulturhof Erpfenhausen lachte und johlte vor Begeisterung: Udo Zepezauer und Mirjam Woggon improvisierten und inszenierten als "Lifetime-Therapeuten" das wahre Leben.

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Wenn der Kosename "Schatz" wie eine Drohung klingt, und Er darüber philosophiert, dass Mord billiger kommt als Scheidung - dann wird es Zeit für eine Therapie mit Udo Zepezauer und Mirjam Woggon. Die beiden überzeugten am Donnerstagabend das Publikum im voll besetzten Kulturhof Erpfenhausen mit ihrem Programm "Lebenslänglich" und hilfreichen "Tipps für Schatzi und Mausi".

Ihr Können auf schauspielerischer Ebene, vor allem bei Improvisationen, erlangte immer wieder lautstarken Szenenbeifall. Ob es die heftige Diskussion eines Paares war, bei denen Udo und Mirjam ihre Sätze mit dem jeweils folgenden Buchstaben des Alphabets begannen und darin noch Begriffe verarbeiteten, die ihnen aus dem Publikum zugerufen wurden. Oder Udos Vortrag zu den ebenfalls spontan erdachten Wörtern "Zoobesuch" und "Gartenarbeit", der möglichst korrekt zu den von Mirjam erdachten Gesten passen musste.

Die Comedians, die trotz aller Improvisation nie ins Seichte oder Peinliche abrutschten, schulten ihre Zuschauer innerhalb von zwei kurzweiligen Stunden zu "Instant-Therapeuten". Vor allem, indem sie in die Rollen ihrer Klienten Andreas und Carolin schlüpften und Szenen einer Ehe darboten- vom Kennenlernen übers Töchterchen Lena-Melody und den Bau des "Häusles" bis hin zum zufälligen Wiedertreffen nach der Trennung in der Sauna. Die improvisierte Sauna-Szene eroberte die Herzen der Gäste: als erstes in "Echtzeit", dann erneut als "Tragödie" in Reimform und ein drittes Mal im Stil einer monumentalen Hollywood-Romanze. Die Besucher johlten, klopften sich auf die Schenkel und brüllten vor Lachen.

Das Wahnsinns-Team auf der Bühne setzte jedoch noch eins drauf mit ihrem Dolmetschervortrag zum Thema Partnerschaftsberatung in Kenia. Zepezauer schien in flüssigem "Kisuaheli" einen kompetenten, gestenreichen Vortrag zu halten. Seine Partnerin übersetze fast simultan. Das Ganze entwickelte sich zu einem so komischen Laber-Gebäude, dass am Ende jubelnder Beifall, Zugaberufe und Getrampel gleich zwei Zugaben und unzählige Verbeugungen nötig machten.

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