„Jedes Jahr hat seinen eigenen Charme“

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Am 22. Juli beginnt das Sommerfestival auf Schloss Filseck. Um die Musiker ein wenig näher kennenzulernen, haben wir ihnen sieben Fragen gestellt. Heute antwortet Festivalchef Gerald Buß, der am 26. Juli Händels „Messiah“ in der Oberhofenkirche vorstellt.

Open Air oder Indoor: Was ist Ihnen lieber?

Gerald Buß: Beides hat seinen Reiz und seine Möglichkeiten. Ich liebe beides! Allerdings hat man für Open Air nicht so viele Gelegenheiten. Deshalb freuen wir uns natürlich an allem, was im Schlosshof stattfinden kann. Manches – wie der „Messiah“ – ist aber in einer Kirche besser aufgehoben.

23 Jahre Sommerfestival: Müde?

Keinesfalls! Jedes Jahr hat seinen eigenen Charme und ist eine neue Herausforderung, die Freude macht. Und wir haben noch viele Ideen für die kommenden Festival-Jahre, die wir alle umsetzen möchten.

Warum Musik? Und warum genau diese Musik?

Händels „Messiah“ ist nach wie vor ein gewaltiges Oratorium und versprüht eine unglaubliche musikalische Kraft – das spüren die Musiker wie auch die Zuhörer. Es reißt einen immer wieder mit.

Das Schöne an Ihrem Beruf?

Ich liebe es, beim Musikmachen mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen und ihre Fähigkeiten zu locken, mit ihnen gemeinsam spannende und interessante Erfahrungen zu machen, sie zum Mitschwingen zu bringen. Dabei erfahre ich immer wieder: Musik macht lebendig, Singen fördert Glückshormone! Beim Singen fühlt man sich so glücklich, wie wenn man Schokolade isst – und das ganz ohne Kalorien! Außerdem ist es mir als Kirchenmusiker wichtig, christliche Inhalte erlebbar zu machen – und in der Musik geschieht das auf ganz eigene Weise. Es ist eine Arbeit auf ganz verschiedenen Ebenen: geistlich, inhaltlich, organisatorisch – und mit vielen ganz unterschiedlichen Menschen.

Schattenseiten?

Nicht direkt eine Schattenseite, aber immer wieder eine Herausforderung: große Projekte mit Ehrenamtlichen auf die Beine zu stellen. Die Sängerinnen und Sänger haben ja alle noch einen „richtigen“ Beruf, in dem sie meist voll ausgelastet sind. Sie singen in ihrer Freizeit. Wir brauchen ausreichend Proben und Vorbereitungen für unsere Konzerte, und die wollen so gestaltet sein, dass es Freude macht, seine Freizeit so zu verbringen.

Ihre Erwartungen an das Publikum?

Das Interesse, sich immer wieder an dieses so bekannte Werk zu wagen und neue und vertraute Hörerfahrungen zu machen...

Ihre Ziele, Träume, Visionen?

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – dieses Nietzsche-Zitat ist mein Lebensmotto. Meine Vision ist, mit Musik immer wieder neue Räume zu öffnen.

Info Der Kammerchor Capella Nova und das Kammerorchester Nota Cambiata führen unter der Leitung von Gerald Buß am 26. Juli in Göppingen Händels „Messiah“ auf. Beginn ist um 20.30 Uhr in der Oberhofenkirche.

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