"Er hat viel geleistet"

Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster will im kommenden Jahr nicht noch einmal zur Wahl antreten. Die NWZ hat bei Führungskräften im Landkreis nachgefragt, wie sie die Entscheidung beurteilen.

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  • "Uns steht  nun eine spannende Zeit bevor", meint Landrat Edgar Wolff. 1/4
    "Uns steht nun eine spannende Zeit bevor", meint Landrat Edgar Wolff.
  • "Ich habe Verständnis, bedauere es aber sehr", meint Guido Till. 2/4
    "Ich habe Verständnis, bedauere es aber sehr", meint Guido Till.
  • "Ich finde es ausgesprochen schade", sagt Klaus Heschke. 3/4
    "Ich finde es ausgesprochen schade", sagt Klaus Heschke.
  • Wolfgang Schuster habe sicher gute Gründe für seine Entscheidung, meint Peter Saile. 4/4
    Wolfgang Schuster habe sicher gute Gründe für seine Entscheidung, meint Peter Saile.
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"Ich finde es ausgesprochen schade", sagt Klaus Heschke, der geschäftsführende Vorstand der Kreishandwerkerschaft Göppingen. Ihm gefalle die Kontinuität und die Geradlinigkeit des Stuttgarter Oberbürgermeisters sehr gut. "Es wäre gut gewesen, wenn er noch eine weitere Amtszeit dran gehängt hätte", findet Heschke. Er schätzt an Wolfgang Schuster, dass er ein "gestandener Mann" ist. Heschke kann sich gut vorstellen, dass ein Politiker der Grünen ab 2013 das Amt übernimmt. "Die sind auf dem Vormarsch. Das müsste für Stuttgart ja gar nicht schlecht sein."

Peter Saile, Geschäftsführer der IHK Göppingen, findet, dass man Schusters Entscheidung so akzeptieren müsse. "Er hat sicher gute Gründe dafür." Zudem meint Saile, dass die Änderungen im Stuttgarter Rathaus sich auf die hiesigen Städte und Gemeinden kaum auswirkten. Es sei aus der Distanz nur schwer zu beurteilen, wie es in Stuttgart in Zukunft weitergehe.

"Seine Entscheidung hat mich nicht überrascht", sagt Landrat Edgar Wolff. Schuster habe als Oberbürgermeister jedoch zur guten Entwicklung der Stadt beigetragen. "Uns steht nun eine spannende Zeit bevor", findet der Landrat. Es sei nicht leicht, Kandidaten zu finden. Wolff hatte Schuster selbst in seiner Zeit in Stuttgart persönlich kennengelernt und schätzt an ihm, dass er seine Stärken für die Landeshauptstadt eingebracht hat. "Wichtig ist, dass nun Klarheit herrscht." Jetzt sei Zeit für eine offene Diskussion.

Reiner Ruf, Vorsitzender der Bürgermeistervereinigung im Kreis Göppingen, findet die Entscheidung verständlich. "Schuster hat viel geleistet für die Landeshauptstadt. Es war eine Riesenarbeit", meint Ruf. In den Konflikten seien jedoch viele Probleme aufgetaucht, die der Oberbürgermeister nun verarbeiten müsse. "Wer das Rennen dann macht, ist offen. Vielleicht gibt es ja auch Kandidatinnen."

Die lange Zeit des Überlegens zeigt Göppingens Oberbürgermeister Guido Till, dass sich Schuster ungeheuer viele Gedanken darüber gemacht hat, ob er noch einmal antritt. "Angesichts seines erfolgreichen Wirkens in den zwei Perioden ist sein Entschluss zu respektieren", sagt Till. "Schuster hat Außerordentliches für Stuttgart geleistet und ich schätze ihn sehr." Der Oberbürgermeister zeigt Verständnis für Schusters Entschluss, bedauert ihn aber.

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