Weihnachtliches statt "Hölle Süd"
Göppingen. 20 Jahre ist es her, dass Gerald Buß erstmals als Chorleiter die Bühne betrat. Dieses Jubiläum feiert er auf seine Weise - mit der Leitung des Projektchores für das Konzert mit dem Oslo Gospel Choir am 27. November.
400 Sängerinnen und Sänger sollen es werden, die mit einer Projektband beim Chor-Highlight 2010 in der EWS-Arena auftreten. Sie werden das Vorprogramm für den Oslo Gospel Choir gestalten und wollen zusammen mit dem norwegischen Ensemble für ein stimmgewaltiges Finale sorgen.
Die Verantwortung trägt Gerald Buß, der mit diesem Konzert auch gleichzeitig 20 Jahre als Chorleiter feiert. "Ich freue mich auf diese Veranstaltung", sagt Buß, "auch wenn ich weiß, dass es eine große Herausforderung sein wird, in jeder Beziehung", fügt er hinzu.
Gerald Buß erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht bei Anneliese Schmidt aus Holzhausen. An der Musikhochschule Trossingen studierte er Klavier, Orgel, Chor- und Orchesterleitung; Studien zu Liedbegleitung und Liedgestaltung ergänzten das Kirchenmusikstudium. Aus den Aktivitäten in der Hochschulbigband, Jazz- und Kammermusikensembles sowie Korrepetitionstätigkeiten in verschiedenen Lied- und Blechbläserklassen entwickelte sich eine rege Konzerttätigkeit mit Vokal- und Instrumentalsolisten. Als diplomierter Kirchenmusiker arbeitet er seit 1990 bei der evangelischen Reuschgemeinde in Göppingen und seit August 2001 als Bezirkskantor im Bereich Popularmusik und Blechbläser im Kirchenbezirk Göppingen.
Neue Wege mit alter und neuer Musik in unterschiedlichsten Besetzungen und die Zusammenarbeit mit Wolfgang Beuschel und Rainer Kittel im Bereich szenischer Chorarbeit, integrative Kinderchorarbeit und generationsübergreifende Projekte sind fester Bestandteil seiner Arbeit. Seit 2000 ist er Vorsitzender des Kulturkreises Göppingen. Der Gründer und Leiter des Kammerchors Capella Nova und des Festivalorchesters ist seit der Gründung des Musikfestivals auf Schloss Filseck dessen künstlerischer Leiter.
Was er diesmal angeht, sprengt alle bisherigen Grenzen. Der Berufsmusiker ist sich bewusst; "Die Herausforderung ist groß, wir brauchen geeignete Räume zum Proben, die Informationen zu den bunt zusammengewürfelten Sängerinnen und Sänger müssen ankommen, und auch die Verpflegung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor."
"Bisher gibt es noch Plätze im Event-Chor, zu langes Warten könnte bedeuten, dass man nur noch als Zuhörer teilnehmen kann", sagt Bettina Deiss vom Organisationsteam - "was noch lange nicht das Schlechteste ist", ergänzt sie mit einem Augenzwinkern.
Der Countdown läuft. Der Anmeldeschluss ist auf den 31. Oktober verlängert worden. Bis dahin soll sich der Projekt-Chor formiert haben, der die "Hölle Süd" in moderne Vorweihnachtstöne hüllt.
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27.10.2010
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Bezirkskantor Gerald Buß feiert in der EWS-Arena 20 Jahre als Chorleiter.
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