Vom Bier bis zum Edeldestillat

Stuttgart.  Dass der Kreis Göppingen auf dem Gastronomie-Sektor einiges zu bieten hat, beweist die Intergastra. Auf der Stuttgarter Hotelfachmesse präsentieren sich aus dem Kreis Betriebe der unterschiedlichsten Sparten.

Vom Bier bis zum Mineralwasser, vom Edeldestillat bis zu Besteck und Kaffeemaschine, und nicht zuletzt die Ausbildung in Gastronomiebetrieben - der Stauferkreis bietet das in hoher Qualität. Davon können sich Fachbesucher aus aller Welt bis Mittwoch auf der Neuen Messe in Stuttgart überzeugen, die Intergastra ist neben der Hamburger Internorga eine der bedeutendsten Hotel- und Gastronomiefachmessen in Europa.

Für ein Unternehmen wie die Geislinger WMF ist der Messeauftritt in Stuttgart Pflicht. Mit rund 300 Quadratmetern präsentiert sie sich mit einem der größten Stände (Halle 8B80), in einer Halle speziell zu Kaffee- und Eisprodukten. Der Stand hat sogar eine "Dachterras-se", eine Rückzugsfläche für Kundengespräche, erklärt Thomas Dix von der WMF-Pressestelle. Er und seine Marketingkollegin Melanie Nolte sind über den Ansturm am Eröffnungstag begeistert.

Eine neue Kaffeemaschine wird die WMF erst zur Internorga präsentieren, dafür aber gibts als Neuheit das Gastronomie-Steakbesteck "Casino", einen Bambus-Tischleuchter und ein Milchschaum-Erweiterungsmodul für eine Kaffeemaschine. Die Palette der WMF-Gastronomieprodukte umfasst alles, was an Kaffeemaschinen, Koch- und Tischzubehör derzeit von der WMF angeboten wird. "Wir gehen davon aus, dass sich das Geschäft im Gastronomiebereich belebt und Investitionen, die zurückgehalten wurden, jetzt getätigt werden", sagen Nolte und Dix. Mit bis zu 50 Mitarbeitern betreuen sie die Kunden am Stand.

Gegenüber, in Halle 7 (Stand 7A11), ist ein zweiter "Großer" aus dem Kreis, die Überkinger Mineralbrunnen AG. Sie zeigt ihr gesamtes Service-Angebot für die Gastronomie, das von der Cocktail-Bar über das nagelneue Afri-Studio bis zum Mineralwasser reicht.

Verändert ist das Erscheinungsbild des Brunnenbetriebes mit einem einheitlichen Markenauftritt. Marketingleiterin Christina Lauber freut sich, dass die neue Marke "Überkinger Sanft" sich gut entwickle. Insgesamt wolle man mehr fokussieren und sich wieder auf die Kernmarke "Wasser" ausrichten.

"Man braucht nicht nochmal 15 neue Geschmackrichtungen", sagt Lauber. Mit der am Stand präsentierten Barszene, an der Cocktails gemixt werden, will man Produkte "erlebbar machen". In der Afri-Lounge werden Ausstattungsteile wie Sitzmöbel oder Kühlschränke angeboten, in jeder größeren Stadt soll ein Afri-Studio entstehen.

Jörg Geiger von der gleichnamigen Manufaktur aus Schlat kommt an seinem Messestand kaum nach mit Ausschank von Kostproben seiner Destillate, Schaum- und Obstweine. Seine neuesten Produkte: ein Cuveé von der Weinbirne und ein Apfel Kir. Künftig werde es auch Apfelwein aus dem Barrique-Fass geben, verrät Geiger. "Gastronomie und Manufaktur laufen gut", zeigt er sich zufrieden, die Intergastra dient ihm in erster Linie zur Imagepflege. Sein neuer Eckstand in Halle 9 (B66) ist offen und einladend.

Image- und Kundenpflege betreiben auch die beiden Brauereien aus dem Kreis. Während sich die Geislinger Kaiser-Brauerei in Halle 14 (Stand C89) unterm Dach von "Schmeck den Süden" vorstellt, zeigt Hans-Dieter Hilsenbeck von der Lammbrauerei Gruibingen im "Biergarten der regionalen Vielfalt" in Halle 9 (Stand A60) Flagge. Beide Brauereien setzen auf Regionalität und saisonale Produkte. Mit einem speziellen Sommer- und Winterbier ist die Lammbrauerei erfolgreich, das naturtrübe Brunnenbier, das Hauptprodukt aus Gruibingen, ist längst zum Selbstläufer geworden. Hans-Dieter Hilsenbeck - wie immer bescheiden und zufrieden: "Wir wissen, in welcher Liga wir spielen" - nutzt die Messe zur Kontaktpflege und zum Austausch mit Kollegen.

Nicht anders bei der Familie Kumpf, die am Stand der Geislinger Kaiser-Brauerei Kunden und Gäste bewirtet. Saisonale Spezialitäten wie Märzen, Maientags- oder Winterbier, sind künftig auch in offenen Six-Packs zu haben, die zum Leerguttransport wiederverwendet werden können. Künftig will die Kaiser-Brauerei aus Kunden Fans machen, dazu wurde ein Bierclub gegründet (www.kaiserbier-geislingen.de/bierclub). Mitglieder erhalten jährlich einen Haustrunk, Einladungen, Kappen oder Shirts, diverse Vergünstigungen und einen Newsletter.


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Autor: MICHAEL RAHNEFELD | 08.02.2010

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