Viel um die Bürger bemüht
"Wir sollten aufeinander zugehen", sagt der Eislinger Wahlsieger Klaus Heininger im NWZ-Interview mit Blick auf das angespannte Verhältnis zum Gemeinderat. Seinen Erfolg sieht er in der Bürgernähe.
Herr Heininger, fühlt sich Ihr großartiger Wahlerfolg am Tag danach noch genauso gut an?
KLAUS HEININGER: Unbedingt. Ich bin mit dem Ergebnis von 60,4 Prozent der Stimmen sehr zufrieden. Wir haben mit der Familie und Freunden in Eislingen und Zuhause bis halb eins gefeiert.
Worauf führen Sie Ihren Sieg vor allem zurück?
HEININGER: Ich denke, ich habe einen überaus engagierten Wahlkampf betrieben - und das über drei Monate lang. Ich habe mich viel um die Bürger bemüht. Ich denke, Herr Rößner hat sich zuerst um die Fraktionen bemüht und dann um die Bürger. Das konnte er wohl nicht mehr aufholen.
Zwischen den Gemeinderatsfraktionen und Ihnen hat es Spannungen gegeben. Wird das so weitergehen?
HEININGER: Für mich ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat eine Grundvoraussetzung, um die Stadt nach vorne zu bringen. Ich denke, das sehen die Fraktionen genauso. Uns eint das gemeinsame Ziel, die Stadt weiterzuentwickeln und vorwärts zu bringen.
Hat es da am Wahlabend erste "Entspannungen" gegeben?
HEININGER: Ein paar haben mir gratuliert, nicht alle. Aus Erfahrung weiß ich: Wahlkampf ist das eine, die Arbeit danach das andere.
Wo liegen für Sie die Knackpunkte im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat?
HEININGER: Es ist jetzt wichtig, dass wir aufeinander zugehen und möglichst rasch die Standpunkte miteinander besprechen. Es wird zwei Schwerpunkte geben: Das sind die finanzielle Situation und der Rathausneubau.
Wann werden Sie Ihre Arbeit als neuer Rathaus-Chef in Eislingen aufnehmen?
HEININGER: Bürgermeister Günther Frank wird bis Mitte Mai im Dienst sein. Ich gehe davon aus, dass Ende Mai oder Anfang Juni der Schnittpunkt sein wird.
Gibt es einen Punkt, der auf Ihrer Arbeitsliste für Eislingen ganz oben steht?
HEININGER: Ich will die vielen kleinen Dinge, die ich angekündigt habe, möglichst schnell anpacken. Dazu gehören zum Beispiel das Thema Sauberkeit, die Bahnhofsputzaktion und die notwendige Nachbesserung bei der Busliniengeschichte.
Wann werden Sie Ihr Wahlversprechen wahr machen und mit Ihrer Familie nach Eislingen umziehen?
HEININGER: Wir habens auf alle Fälle vor, jetzt ist es freilich noch zu früh, einen genauen Termin zu nennen.
Wenn Sie einen Wunsch zu Ihrem Amtsantritt an die Eislinger offen hätten - welcher wäre das?
HEININGER: Dass Sie mich so offen und freundlich aufnehmen, wie ich es im Wahlkampf gespürt habe.
Weitere Artikel:
- KOMMENTAR · EISLINGER WAHL: Sieg der mündigen Bürger
- NWZ-WAHLLOTTO: Leser tippten auf Heininger
- Zur Person
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Autor: REINHARD KRÖTZ | 16.03.2010
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Der künftige Eislinger Bürgermeister Klaus Heininger weiß aus Erfahrung: Der Wahlkampf ist das eine, die Arbeit danach das andere. Foto: Staufenpress
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Kommentare (1)
bürgermeisterwahl eislingen
schon richtig erkannt, das sich die gemeinderäte ein eigentor geschossen haben.aber das sich teilweise studierte gemeinderäte auf solch ein nivou herrab lasssen und herrn heininger persönlich angreifen das hat mit wahlkampf nichts mehr zu tun.wenn manche gemeinderäte meinen, sie könnten nicht mit dem neuen bm,(aussage eines gemeinderat) dann steht es ihnen doch frei, zurück zu treten, was sicherlich viele bürger begrüssen würden.manche der gemeinderäte haben vergessen wer sie gewählt hat sie sollten ihren heiligenschein mal ablegen und sich nicht alls nabel der welt fühlen.herrn heininger wünsche ich auf diesem wege meine besten glüchwünsche und viel kraft ,erfolg und stehvermögen bei seiner neuen aufgabe.