Teams aus dem Kreis vorn
Kreis Göppingen. Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Schurwaldschule Rechberghausen haben beim Wettbewerb "Jugend forscht" in verschiedenen Fachbereichen jeweils den zweiten Platz belegt.
Beim zwölften Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" in Künzelsau traten 140 Teilnehmer mit 69 Projekten in sieben verschiedenen Fachbereichen an. Das Göppinger Team Romina Höfle und Thomas Roth belegte den zweiten Platz im Fachbereich Physik. Das schafften die Elftklässler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Göppingen mit ihrem Projekt "Tragflächenverwölbung (Strömungslehre)".
"Wir wollen es möglich machen, Nurflügelflugzeuge auch in Notsituationen steuerbar zu machen", erklärt der 16-jährige Thomas Roth. Das sei aufgrund der Instabilität dieser Flieger ausschließlich mit komplizierten Computersteuerungen möglich. Daher ließ sich das Team folgendes einfallen: Sie verwölbten die Tragfläche des Flügels mit Gelenken und stabilisierten so ihr Modell. Damit könne man in Notsituationen ein sehr stabiles Profil erzeugen, um das Nurflügelflugzeug sicher zu landen.
An ihrem Projekt arbeitete das Team seit November und war eine knappe Woche vor Wettbewerbsbeginn fertig. "Dass wir es so weit schaffen, hätten wir niemals auch nur zu hoffen gewagt", freut sich die 17-jährige Romina. "Es war ein harter Kampf bis dahin", betont Thomas. Vor allem an einem Tag 40 Mal das Projekt zu erklären, fanden sie stressig. Dennoch sind die beiden sich einig, dass sich die Arbeit gelohnt hat.
Trotz des Erfolges gab es für die Jugendlichen auch Tiefschläge: "Es gab Zeiten, da hätte ich am liebsten alles hingeschmissen", erinnert sich der Schüler. "Zum Beispiel, als mit dem Bau des Modells nicht alles geklappt hat oder unser Versuchsaufbau gescheitert ist", ergänzt Romina. Doch die Schüler hielten durch: "Insgesamt haben wir zirka 150 Stunden in das Projekt gesteckt. Wir wissen jetzt, dass wir ein gutes Team sind", erzählt sie.
Auch Schüler der Schurwaldrealschule Rechberghausen erreichten mit ihrer umfassenden Erforschung der Auto-Hupe den zweiten Platz im Fachbereich Technik in der Altersgruppe "Schüler experimentieren". Jan Mundkowski und Damian Sabisch besuchen die achte Klasse und die AG "Jugend forscht". Lehrer Erhard Hörner bietet Unterstützung bei frei gewählten Experimenten aller Art. Im regen Autoverkehr hupte Damians Mutter, und den beiden Schülern der Schurwald-Realschule in Rechberghausen war klar: "Wie so eine Hupe funktioniert - das finden wir heraus."
Jan und Damian stellten ihre Idee vor und gewannen Michael Geiger als Mit-Tüftler. Flugs besorgten die drei 13- und 14-Jährigen vom Schrottplatz alte Autohupen. In einem Experimentierbuch fanden sie den Bauplan einer Dosen-Hupe. Die war schnell gebastelt - dann reizte der Vergleich. Was ist ähnlich, was anders bei den Signalgebern in modernen Autos? Elektromagnete, Anschlüsse, Kontaktschalter, Gehäuse? Mit Begeisterung forschten sie sogar an Wochenenden und in den Ferien.
Lehrer Hörner riet ihnen, sich bei dem Wettbewerb "Jugend forscht" zu beteiligen. "Klarer Fall, wir machen mit." Das sagten einige, aber zu solch einem Wettbewerb gehört mehr als eine Idee. Schaltpläne wurden gezeichnet, Materialien entdeckt und geprüft. Sie erdachten eine anschauliche Präsentation, schrieben ihre Forschungs-Erkenntnisse zusammen. "Toll, mit wie viel Engagement sie das durchgezogen haben", lobt Hörner. Auch Schulleiter Ralf Güntner ist beeindruckt: "Solche Aktionen der Schüler ermöglichen einen anderen Blick auf die Schule."
Nach knapp zwei Monaten Vorbereitung ging es zum "Jugend-forscht-Wettbewerb". Tagsüber bauten die drei ihre Versuchsanlage auf. Erst am Abend kamen die Juroren zu ihnen - da drückten sie feste auf die Hupe. Am zweiten Tag war Publikum zugelassen, und das Spiel begann von vorn. Am Ende des aufregenden Wochenendes dann das Ergebnis: zweiter Platz. Die Jungs strahlen, und selbstverständlich wollen sie sofort wieder etwas Sensationelles erforschen.
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Autor: MONA MOLL VERENA HERWIG ANDREA MAIER | 09.03.2010
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Das Team Romina Höfle und Thomas Roth belegte mit seinem Projekt "Tragflächen-Verwölbung" den zweiten Platz beim "Jugend-forscht-Wettbewerb". Foto: Giacinto Carlucci
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