Schwierige Jahre für den Modellbahnhersteller
Bereits 2006 war Märklin nach jahrelangen Streitigkeiten der Familiengesellschafter kurz vor der Pleite gestanden.
Als vermeintlicher Retter übernahm der britische Finanzinvestor Kingsbridge mit Hilfe der Investmentbank Goldman Sachs im Jahr 2006 das Unternehmen.
Hohe Verluste, horrende Beraterhonorare und verfehlte Sanierungspläne führten in die Pleite.
Märklin meldete im Februar vergangenen Jahres nach jahrelangen Schwierigkeiten Insolvenz an.
Im Zuge des Sanierungsprozesses erhielten 127 Göppinger Mitarbeiter am 1. April 2009 ihre Kündigung, das Werk in Nürnberg mit rund 60 Beschäftigten wurde geschlossen, weitere 180 Mitarbeiter mussten in Györ gehen.
Inzwischen schreibt Märklin wieder schwarze Zahlen. In Göppingen gibt es noch rund 500 Beschäftigte, insgesamt sind es rund 1000.
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27.04.2010
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Kommentare (1)
Märklin dampft in der Spur
Neben den, im Artikel beschriebenen Problemen, spielen auch andere, oft vergessene Faktoren eine wichtige Rolle.So ist das Verhalten von Märklin aber auch von Roco und Fleischmann, gegenüber den Fachhändlern von einer ziemlichen Arroganz geprägt. Viele Fachhändler, besonders im Osten, haben deshalb erst gar nicht Produkte von Märklin ins Programm genommen. Als Roco vor ein paar Jahren Pleite war, wurden alle Verbindungen abgeschaltet. Weder Kunden noch Händler konnten Roco erreichen. Fleischmann schmeißt mit krummen Tricks Fachhändler raus, die nicht genug verkaufen. Immer mehr Händler geben auf, verzichten auf die Modelleisenbahn. Kunden finden kaum noch Fachhändler, die auch beraten und Tipps geben können. Wen wundert es da, vor allem bei den viel zu hohen Preisen, dass immer weniger "Modelleisenbahner" mitspielen wollen und können.
MfG.
Barther Modelleisenbahnland
manfred Viertel