SPICKZETTEL
Schiller-Grundschule
Göppingen - . Kürzlich war die TV-Turnhalle in Faurndau vollständig belegt. Das Spielmobil des Kreisjugendrings hatte dort seine Zelte aufgeschlagen und wartete auf die Schüler der Schiller-Grundschule. Immer zwei Klassen konnten zusammen neue Spiele ausprobieren oder sich auf Altbewährtes einlassen - wie zum Beispiel Fußball oder Handball spielen. Dann wurde gewechselt. Die beiden Mitarbeiter hatten das Spielmobil geleert und schon früh morgens Spiele der unterschiedlichsten Art in die Turnhalle gebracht. Fässer, Pedalos, ein Schwungtuch, "Vier gewinnt", Jonglierreifen, Tischfußball, eine Bretterrutsche, eine Draisine, ein Wackelrad, Kreisel und Einräder wurden nur kurz vorgestellt. Dann gab es für die Schüler kein Halten mehr. Eine Stunde lang wurde gespielt, was das Zeug hielt. Manche interessierten sich nur für ein Spielgerät, andere probierten alles einmal aus, bis sie ihr Lieblingsspiel gefunden hatten. Manche Spielgeräte wurden auch zweckentfremdet, was aber dem Vergnügen keinen Abbruch tat. Die Kinder rannten, lachten, rutschten, wackelten, rollten, balancierten, warfen, rutschten und hüpften um die Wette, so dass die Zeit wie im Flug verging. Am Ende der Spielzeit sah man rundum gerötete, lachende und zufriedene Kindergesichter. So macht Bewegung Spaß.
J.-G.-Fischer-Schule
Süßen - Vor wenigen Tagen fand im Kinderhaus in Heidenheim eine weitere Fortbildung für Erzieherinnen und Sprachförderlehrer zum Thema "Erstsprache Russisch - Zweitsprache Deutsch" statt. Eine der Referentinnen war Tatjana Ludmann, Lehrerin an der J.-G.-Fischer-Schule in Süßen. Die Veranstaltung erfolgte im Rahmen des Heidenheimer Modells. Die Besonderheit dieses Modells besteht darin, dass Sprachbeobachtung und ganzheitliche Förderung von Kindern bereits beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erfolgt. Ausgangspunkt für diesen Vortrag waren mehrjährige Beobachtungen und Erfahrungen mit russischsprachigen Kindern in Vorbereitungsklassen sowie viele konkrete Beispiele aus der Alltagskommunikation. Sie begründen die Annahme, dass die Förderung der russischen Sprache, im Gegensatz zur weit verbreiteten Auffassung, eine wichtige Integrationshilfe für das Leben der Kinder in der Bundesrepublik Deutschland sowie für die Entwicklung ihrer Identität darstellt. Auch das Problem der Mischung von zwei Sprachen, als begleitendes Phänomen des Zweitspracherwerbs, und die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen für die Elternarbeit wurden im Rahmen des Vortrages behandelt.
Heisenberg-Gymnasium
Göppingen - Kürzlich besuchte Sergio Vesely die Spanischschüler der Kursstufe. Als junger Mensch aktiv im Widerstand gegen die Pinochet-Diktatur in Chile, seinem Heimatland, wurde er verhaftet, gefoltert und schließlich nach Deutschland ausgewiesen. Dort baute er sich unerschrocken ein neues Leben auf, als Musiker und Künstler, wurde Vater von sechs Kindern, und blieb sich selbst treu. Zuerst wurde der Film "Rey Negro" gezeigt, in dem Sergio mit einem deutschen Filmteam die Orte seiner Verfolgung und die Menschen, die ihm damals halfen, besucht hat. So besuchte er zum Beispiel den Ort, wo das damalige Folterzentrum, die Villa Grimaldi, stand, oder das Lager in Puchuncavi. Rey Negro ist der Titel eines Liedes, das er damals für ein kleines Mädchen schrieb, das dort im Lager geboren wurde. Der Film beschreibt auch die Suche nach ihr, und endlich das Zusammentreffen nach 26 Jahren. Im anschließenden Konzert spielte er Lieder und erzählte auf spanisch von seinen Erfahrungen sowohl in der Gefangenschaft, als auch dann in diesem neuen Land Deutschland, dessen Sprache und Kultur er überhaupt nicht kannte. Mit Witz berichtete er beispielsweise über den Zusammenprall von chilenischer Lebensfreude und schwäbischer Sorgfalt, aber auch von der freundlichen Aufnahme durch die politisch bewegten Menschen der 70er Jahre. Sein Bericht war ein lebendiges und entschiedenes Plädoyer für die Musik, die ihm half auch die Ungewissheit der Gefangenschaft zu überstehen und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.
Uhland-Grundschule
Göppingen - Alle 65 Viertklässler der Uhland-Grundschule, Göppingen, lernten in jeweils zwei Doppelstunden auf motivierende Art und Weise, Strom zu sparen. Dies geschah im Rahmen des "Stand-by" Projektes der Energieagentur des Landkreises Göppingen. Die zwei Dozentinnen stellten gleich zu Beginn die Frage: "Woher kommt unser Strom?" Die Antwort "aus der Steckdose" ist wohl zu einfach, denn die Schüler konnten bereits mit eigenen Vorstellungen ihre Beiträge dazu geben. Dabei wurden die Energiequellen gleich in zwei Kategorien eingeteilt: Fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien. Schnell wurde den Schülern klar, dass erneuerbare Energien umweltfreundlicher sind und immer zur Verfügung stehen. Um dies zu verfestigen, bastelten sie eine "Fingerheizung" und waren motiviert dabei, weitere Versuche bzgl. Sonnen- Wind- und Wasserenergie durchzuführen. Erstaunt stellten die Schüler fest, wie hoch der tägliche Stromverbrauch in einem Haushalt ist, und sie überlegten gemeinsam, wo und wie wir Strom sparen können. Sie fanden sehr viele Beispiele. Fazit eines Schülers: "Wenn ich Strom spare, schone ich die Umwelt und spare auch mein Geld". In einem spannenden Abschlussquiz konnten die Schüler beweisen, dass sie an den beiden Vormittagen doch viel gelernt hatten.
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Autor: SWP | 09.02.2012
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Beim "Stand-by"Projekt an der Uhland-Grundschule Göppingen konnten die Schüler eine Urkunde mitnehmen.
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