Ohne Helfer geht gar nichts

Göppingen.  Märklin-Tage ohne freiwillige Unterstützung seitens der Mitarbeiter? Laut Eventmarketing-Leiter Eric-Michael Peschel völlig undenkbar. Rund 345 Helfer krempelten wieder tagelang die Ärmel hoch.

"Bis auf einmal, ansonsten war ich immer dabei", stellt Maja Alexy fest, die während der Märklin-Tage sowohl Besuchern als auch Kollegen an der Kasse mit Rat und Tat zur Seite stand. Die Vertriebsmitarbeiterin hält der Göppinger Traditionsfirma bereits seit 25 Jahren die Treue, und nach dem internen Aufruf zur freiwilligen Mitarbeit war sofort klar: "Da bin ich wieder mit dabei. Erstens macht es trotz stressiger Tage jede Menge Spaß, und zweitens lernt man Kollegen aus anderen Abteilungen und Bereichen kennen und hält quasi als große Märklin-Familie fest zusammen. Und dank eines verständnisvollen Ehemanns kann man es sich Zuhause ebenfalls gut einrichten", verrät die 50-jährige ihre Beweggründe.

Auch Mitstreiterin Maria Pallinger aus Kirchheim hat sofort ihre Hilfe zugesagt. "Ich bin zwar erst seit einem Jahr im Unternehmen beschäftigt, aber nach der zurückliegenden Zitterpartie schweißt so eine Veranstaltung doch ungemein zusammen. Wir sind da, und Märklin ist wieder präsent", betont die 31-jährige Projektmanagerin für Verkaufsförderung und freut sich, dass bereits zur samstäglichen Mittagsstunde reichlich was los ist.

Das ergeht Eric-Michael Peschel nicht anders, wenn er von seinem Logenplatz in die hervorragend besuchte Ausstellungshalle im Stauferpark blickt oder wenn er - sehr zu seiner Freude - die im Minutentakt ankommenden, voll besetzten Busse sieht. "Nach unserem Aufruf haben sich innerhalb kürzester Zeit freiwillig 345 Kollegen gemeldet, die wirklich stolz sind, unsere Firma vor internationalem Publikum präsentieren zu können. Ganz egal, wer ansonsten was arbeitet oder ist, derzeit macht jeder querbeet alles. Sogar ein 18-köpfiges Helferteam unserer ungarischen Tochtergesellschaft aus Györ ist vor Ort", berichtet der Projektverantwortliche, der künftig an jedem dritten Septemberwochenende eine Veranstaltung ausrichten will.

"Märklin" prangt gut sichtbar entweder in Weiß oder Rot auf den schwarzen Poloshirts aller Helfer, die auf dem 9000 Quadratmeter großen Gelände fast überall anzutreffen sind. "Tut mir leid, die Shirts sind ausschließlich für unsere Mitarbeiter gedacht und unverkäuflich", beantwortet Peschel erste Anfragen nach dem begehrten Kleidungsstück.

In einem solchen steckt auch Martin Lingens, der heute mal nicht "entwickelt", sondern lieber Bahngleise mit den Jüngsten verlegt. "Ein tolle Sache, gemeinsam mit den Kindern deren Ideen und Wünsche umzusetzen", findet der Diplom-Ingenieur.

Margit Barine aus Ungarn verteilte Luftballons, während ihr deutscher Kollege Alexander Aubele beim kilometerlangen Kabelcheck ebenso wie in seinem Beruf der Technik zuleibe rückt. "Auf jeden Fall gibt es heute Abend für alle Freiwilligen ein wohl verdientes Helferfest", verspricht Eric-Michael Peschel.


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Autor: SABINE ACKERMANN | 19.09.2011

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