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Nachwuchsköchin räumt Preise ab

Nachwuchsköchin Linda Vogt, Auszubildende auf Burg Staufeneck, räumte dieses Jahr so richtig ab: Sie gewann insgesamt drei Koch-Wettbewerbe und qualifizierte sich somit für zwei Bundesentscheide.

MAIKE DANIELS | 0 Meinungen

Linda Vogt sitzt in ihrer Kochmontur an einem fürstlich gedeckten Tisch im Restaurant von Burg Staufeneck. Von hier hat sie einen wunderbaren Ausblick auf das hügelige Filstal und die großzügig angelegte Terrasse des Gourmettempels. "Leider habe ich von der Küche nicht so einen tollen Ausblick", sagt die 23-Jährige lachend. "Aber das ist vielleicht auch ganz gut so, schließlich muss ich mich auf andere Sachen konzentrieren."

Dass sie sehr strukturiert und konzentriert arbeiten kann, hat sie mehrfach auch in Drucksituationen bewiesen. Dieses Jahr gewann sie den Nachwuchswettbewerb "Die Besten 10" der Meistervereinigung Gastronom. Doch damit noch lange nicht genug: Beim Bundesjugendwettbewerb des Verbandes der Köche belegte sie im Vorentscheid für das Land Baden-Württemberg in Villingen/Schwenningen den ersten Platz. Ebenso ging Vogt bei den Jugendmeisterschaften des baden-württembergischen Gastgewerbes im Beruf Koch/Köchin als Siegerin hervor. Die in Eislingen wohnende Nachwuchsköchin hat nun gleich zwei Mal die Chance, sich auch auf Bundesebene mit anderen Landessiegern zu messen.

"Ich habe es schon als Kind geliebt, im Feinkostladen meiner Mutter und meines Stiefvaters zu sitzen, den Kontakt zu den Kunden zu haben oder nur zu beobachten", erzählt Vogt, die ursprünglich aus Engen in der Nähe von Konstanz kommt. Sie habe schon damals gewusst, dass sie später beruflich etwas mit Lebensmitteln machen möchte. Sie sei quasi auch schon durch ihre Großeltern "vorbelastet" gewesen, da diese einen Bauernhof besessen hätten. Als sie dann mit ihrem Vater auf Burg Staufeneck Essen gewesen sei, habe er gesagt: "Wenn du eine Ausbildung zur Köchin machen willst, dann hier."

"Bei den Wettbewerben gehts mir eher darum zu sehen, wo ich eigentlich stehe. Natürlich wird man durch die Ausscheidungen auch ein bisschen bekannter, viele Leute kennen einen dann", macht die sympathische Köchin nicht viel Aufhebens um ihre Platzierungen. Man müsse besonders in dem Beruf mit viel Spaß, Kreativität und Ehrgeiz an jede einzelne Sache rangehen. "Aber man muss auch ein kleiner Hau-Drauf-Mensch sein und sich durchsetzen." Das hat sie auch bei den Wettbewerben umgesetzt. Am ersten Tag müssen die Köche und Köchinnen den theoretischen Teil der Prüfung absolvieren, in der es vor allem auf die Warenerkennung, die Art Lebensmittel zu verarbeiten und den Beruf im Allgemeinen ankommt. Am zweiten Tag geht es dann ans Eingemachte: Um halb sieben müssen die Teilnehmer aus einem festen und einem freien Warenkorb ein Vier-Gänge-Menü für acht Personen zusammenstellen und kochen. Insgesamt haben sie dafür sechs Stunden Zeit. Technik und Sauberkeit bei der Verarbeitung und im Umgang mit den Waren sind ebenso wichtig wie der Geschmack und das Anrichten auf den Tellern.

Linda Vogt schließt im Sommer ihre Ausbildung ab, bleibt aber noch bis Ende diesen Jahres ihrem Chef Rolf Straubinger treu. "Dann ziehe ich weiter. Man sollte nicht zu straight-on durchs Leben laufen. Ich will noch einige andere Küchen im Ausland kennenlernen." Ihren Wunsch, den Feinkostladen in der Nähe vom Bodensee zu übernehmen und ein Restaurant anzuschließen, wird sie wohl dennoch nicht aus den Augen verlieren.

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