Model für einen Tag
Zell u. A. Für den Bäuerinnenkalender 2011 haben sich mehr als 200 junge Frauen beworben. Die Zellerin Christine Siller posierte jüngst auf dem Häcksler, zwei weitere Kalendergirls kommen ebenfalls aus dem Kreis.
Der Stauferkreis hat nicht nur reizvolle Landschaften zu bieten - auch Kalenderschönheiten kommen aus Göppingen und Umgebung. "Mein Bruder hat so einen Kalender geschenkt gekriegt", erzählt Christine Siller. Beim Anschauen der Fotos habe sie beschlossen, sich auch einmal dafür zu bewerben - nur einmal und nie wieder. Das braucht die 20-Jährige künftig auch nicht, schließlich ist sie eine von 13 jungen Frauen, die den nächstjährigen Bäuerinnenkalender zieren.
Doch bevor Christine fürs Foto auf dem Feld vom elterlichen Häcksler springt, arbeitet das Produktionsteam auf Hochtouren: Stylistin Sanne Wittig hingt unzählige Kleider zur Auswahl auf, Sabine Nania kümmert sich um die Haare und das Make-up von Christine, Produktionsleiterin Claudia Zinke bespricht mit Fotografin Julia Blank und deren Assistentin letzte Details.
"Im Kopf habe ich bereits einen groben Plan", erklärt Sanne Wittig. Die Stylistin sucht mit Christine Siller das passende Outfit heraus: worin fühlt sie sich wohl, welcher Typ Frau ist die Zellerin? Material und Machart sollen tragbar und nicht übertrieben sein, das Ganze nicht zu romantisch. "Die Aussage der Kalenderbilder ist modern und frisch", sagt Wittig.
Für Fotografin Julia Blank spielt es eine große Rolle, die Region einzubinden, aus der die Models kommen: "Hier ist wichtig, dass der Aichelberg im Hintergrund zu sehen ist". Bei einem vorherigen Termin habe sie bereits geschaut, wo alles perspektivisch gut zusammenpasse: "Das andere ergibt sich", ergänzt die Fotografin schmunzelnd.
Natürlichkeit und Ausstrahlung- das sind für Claudia Zinke die Hingucker beim Casting gewesen. "Im persönlichen Gespräch und bei den Probeaufnahmen merkt man ganz schnell, ob eine Bewerberin offen und locker mit dieser Situation umgeht", beschreibt Zinke, die für die Konzeption, Gestaltung und Organisation des Bäuerinnenkalenders zuständig ist.
"Ich bin zum Verfeinern da", sagt Sabine Nania. Die Visagistin versucht, alle Frauen des Kalenders zusammengehörig - "einer Linie entsprechend" - vorzubereiten.
"Natürlich, bewegtes Haar, feminin", heißen die Stichworte, mit denen sie ihre Aussage unterstreicht.
Sie werde Christine einen weichen "Porzellanteint" schminken und Augen oder Mund dezent betonen. "Der Glamoureffekt entsteht über die Haut", so die Fachfrau für Haare und Make-up.
Beim Zuschauen bekommt man einen ganz guten Eindruck davon, wie viel Arbeit hinter dem perfekten Foto steckt. Entsprechend steigt die Nervosität der jungen Verwaltungsfachangestellten Christine Siller, die auf dem elterlichen Bauernhof im Stall und bei der Ernte fleißig mithilft.
Für Anita Mühleis war der Fototermin mit einem Ausflug verbunden: Die junge Ottenbacherin wurde gemeinsam mit einer anderen Teilnehmerin im Raum Ravensburg fotografiert.
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Autor: MONIKA ULDRIAN | 31.07.2010
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Ein Fotoshooting will vorbereitet sein: Zeller "Model" Christine Siller mit Visagistin und Stylistin. Foto: Monika Uldrian
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