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Mit Expressbus nach Gmünd

Eine Fahrt mit dem Bus von Göppingen nach Schwäbisch Gmünd kann dauern. 43 Minuten mit der Linie 12. Das soll bald schneller gehen. Beide Städte planen die Einführung eines Expressbusses.

RÜDIGER GRAMSCH | 1 Meinung

Die Nachbarstädte Göppingen und Schwäbisch Gmünd wollen zusammenrücken, ihre Oberbürgermeister die Verkehrsverbindungen verbessern. Wer von Göppingen nach Gmünd oder von Gmünd nach Göppingen will, soll nicht mehr über die Dörfer fahren müssen.

Parallel zum bisherigen Busangebot planen Guido Till und sein Amtskollege Richard Arnold einen Expressbus, der auf direktem Wege von Zentrum zu Zentrum fährt und keine Schleifen mehr über die kleinen Orte macht.

Damit soll die Fahrzeit, die bislang bei 43 Minuten liegt, deutlich verkürzt und der Bus zur Alternative zum Auto werden. Till: "Es würde ausreichen, wenn der neue Bus zwischen Göppingen und Gmünd nur bei Bedarf noch an den Haltestellen stoppt, die am direkten Weg liegen".

Über die Idee eines Expressbusses zwischen beiden Städten sprachen die Oberbürgermeister bei ihrem jüngsten Treffen im Göppinger Rathaus. Start eines solchen Busprojektes könnte 2012 sein. Dann feiert Schwäbisch Gmünd den 850. Jahrestag seiner Stadtgründung und dann hätten, so Richard Arnold, erst Recht viele Göppinger ein Interesse, schnell mal nach Gmünd zu kommen, ohne selbst fahren zu müssen. Spätestens aber zur Landesgartenschau 2014 in Gmünd soll es das verbesserte Busangebot geben.

Till und Arnold sind sich im Klaren darüber, dass die Idee für den Expressbus zwar gut ist, es aber nicht einfach sein wird, sie umzusetzen. Schließlich muss ein privater Betreiber die Strecke fahren. Und Richard Arnold wäre es am liebsten, wenn der Expressbus bereits mit Zukunftstechnologie ausgestattet wäre. Schließlich will sich die Stauferstadt als Hochburg der Elektromobil-Technologie profilieren. Da gehöre auch ein entsprechend innovativer Antrieb in einen Expressbus.

Till wie Arnold können sich vorstellen, das Busticket mit weiteren Angeboten in ihren Städten zu kombinieren. Zum Beispiel könnte der, der mit dem Busticket kommt, einen günstigen Eintritt in die Landesgartenschau bekommen. Ähnliche Kombitickets kann sich auch der Göppinger Oberbürgermeister vorstellen.

OB Richard Arnold denkt schon über die erste werbeträchtige Fahrt des Expressbusses nach. Zum Beispiel dann, wenn 2012 - anlässlich des 60. Geburtstages des Landes und der 850-Jahrfeier in Schwäbisch Gmünd - die Landesminister nach einer Kabinettsitzung auf dem Hohenstaufen mit dem neuen Bus in die Stauferstadt im Remstal fahren.

Dass es genügend Fahrgäste für einen solchen Schnellbus gibt, glauben Till und Arnold allemal. Schließlich würden täglich weitaus mehr Göppinger nach Gmünd und Gmünder nach Göppingen fahren als man sich das vorstellt. Sie alle wären potenzielle Buspassagiere. Die Rathaus-Chefs wollen nun die Bus-Idee in ihren Verwaltungen prüfen lassen.

1 Kommentar

31.12.2010 12:31 Uhr

mangelhaftes Bussystem im Alb-Donau-Kreis und im...

Ich wohne in Ulm und bin gelegentlich im Landkreis Göppingen mit dem Bus gefahren. Das Bussystem ist dort erheblich besser als im Alb-Donau-Kreis. Klare Streckenführungen, Taktfahrpläne und ein äußerst preisgünstiges Wochenendticket. Im Alb-Donau-Kreis ist das Nahverkehrssystem eine Zumutung. Die Verbindung Ulm - Ehingen hätte man auf der Schiene längst verbessern können, wenn man nicht den Umweg über Blaubeuren fahren müsste, sondern wenn sich die Politiker ernsthaft für eine Neubaustrecke Erbach - Ehingen einsetzen würden. Aber das ist politisch offenbar nicht gewollt. Ich habe den Eindruck, im Alb-Donau-Kreis haben Leute das Sagen, die öffentliche Verkehrsmittel selber nie benutzen - außer irgenwann den ICE von Ulm zum Stuttgarter Flughafen. Das kostet all die Fahrgäste, die NICHT dort aussteigen wollen, zwar ca. 10 Minuten Zeit, aber das interessiert offenbar nicht. Ein Schnellbus Ulm - Flughafen hätte längst eingerichtet werden können - aber nicht mit den Kommunalpolitiern des ADK

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