Zu "Zeugen Jehovas reden bei NS-Gedenkfeier" vom 24. Dezember:
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Der Landtag lässt anlässlich der Feier an die NS-Opfer und Verfolgung der Zeugen Jehovas erinnern. Etwas wird dabei übersehen: Die Zeugen Jehovas, damals besser bekannt als "Ernste Bibelforscher" wurden in erster Linie durch ihre Sektenführung in den USA (New York - Brooklyn) und nicht durch eine eigene Überzeugung zu NS-Verfolgten gemacht. Ihr amerikanischer Präsident Rutherford, ein absolutistisch herrschender Führer der Zeugen Jehovas, drohte im März 1934 Adolf Hitler: "Falls bis zum 24. März 1934 auf dieses ernstliche Begehren (gemeint ist ein vorheriger Brief mit der Forderung, dass niemand seine Gesalbten - also die Zeugen Jehovas - bedrücken soll) keine Antwort erfolgt und von Seiten Ihrer Regierung nichts getan wird, um den eben erwähnten Zeugen Jehovas in Deutschland Erleichterung zu gewähren, dann wird Gottes Volk in anderen Ländern unter allen Nationen mit der Veröffentlichung von Tatsachen über Deutschlands ungerechte Behandlung von Christen beginnen." Ein weiterer Mann aus der Schweizer Zeugenführung, Franz Zürcher, provozierte Hitler am 15.September 1934 mit seinem Schreiben: "Als gläubiger Mann, der Sie vorgeben zu sein, müssen Sie sicherlich auch Kenntnis besitzen von der Warnungsbotschaft Gottes an alle Herrscher der Erde, wenn in Psalm 105 Vers 14 und 15 die Worte gerichtet sind: ,Er (Gott) straft die Könige um ihretwillen. Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid. Sie und Ihre Regierung haben sich der schlimmsten Verfolgungen an Gotte geweihten Volk in Deutschland schuldig gemacht und werden deshalb, bei vorhandenem pharaonischen Trotzen das Gericht des Allmächtigen über sich bringen." Hier sind in der Tat zwei absolute Diktatoren aneinander geraten. Der einfache Zeuge wurde so wider Willen zum Märtyrer seiner Brooklyner Führung gemacht.
Der Landtag sollte sich das nächste Mal wohl vor seiner Auswahl von NS-Opfern etwas sachkundiger machen.
Heinz Rudolph, Albershausen
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18.01.2010
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