Lobpreis Gottes zelebriert
Göppingen. Gospel ist mehr als Musik. Ein Gefühl, eine Lebenseinstellung, eine Haltung. Vor mehr als 2500 Zuschauern begeisterten der "Oslo Gospel Choir" und ein Projektchor zugunsten "Heart for Children" in der EWS-Arena.
Nach zwei intensiven Übungswochenenden freuten sich nun alle aus nah und fern kommenden Chormitglieder einschließlich ihres Dirigenten Gerald Buß auf den Lohn ihrer Arbeit, den krönenden Gesangsabschluss mit dem "Oslo Gospel Choir".
Wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit dem besten und erfolgreichsten Gospelchor aus dem Norden gemeinsam aufzutreten? Wohl eher selten. Das Vorprogramm dieses Benefizkonzerts, dessen kompletter Erlös dem Hilfsprojekt "Heart for Children" zugute kommt, ließ allerdings keine Liedzeile lang vermuten, dass die meisten der rund 260 Sänger sich erst seit ein paar Tagen kennen. Einen sicheren Unterbau für den auch altersmäßig bunt gemischten Chor bot die gleichfalls zusammengewürfelte Band, bestehend aus den beiden Brüdern Dominik (Schlagzeug) und Gabriel (Bass) Pscheidt, dem Keyboarder Uli Ludmann nebst Saxofonist Alex Bührer. Dank des spürbaren Gleichklangs an Ausdruckskraft überzeugte ferner die sympathische Solistin Argiri Dilma auf ganzer Linie und muss sich mit ihren gerade mal 25 Lenzen stimmlich wirklich nicht hinter den norwegischen Profis verstecken.
Mit viel Gefühl präsentierte die Sopranistin "Get On Board" sowie "Worthy Of All Praise" und entfachte damit beim Publikum gekonnt das Gospelfeuer. Verdienter Beifall geleitet den "Gerald-Buß-Sängerbund" bis zum Finale nach draußen.
Obwohl es mit den nordischen Stars anschließend richtig leer auf der Bühne wurde, überzeugten die zehn Frauen, acht Männer und die vierköpfige Band nebst ihrem Gründervater und Dirigenten Tore W. Aas von der ersten bis zur letzten Minute mit professioneller Chormusik auf allerhöchstem Niveau. Letzteres lieferte überdies die umfangreiche Technik, selten waren die Töne in der EWS-Arena so harmonisch und vollkommen. Jeder einzelne Solist packte auf seine ganz spezielle Art den Zuhörer und zelebrierte den Lobpreis Gottes mal gefühlvoll, mal fordernd, mal lyrisch, mal rockig. Plötzlich wippten bei den Besuchern die Beine, der ganze Körper ging mit, das Innere vibrierte und die Töne umarmten das Herz - jedes Lied ein Ohrenschmaus.
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Autor: SABINE ACKERMANN | 29.11.2010
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260 Sänger des Projektchors, die Band und der Oslo Gospel Choir (r.) drängten sich auf der Bühne. Foto: Giacinto Carlucci
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