Lob für Einsatz des Albvereins
Kreis Göppingen. Der Schwäbische Albverein im Filsgau ist bei seiner Gauversammlung im Wiesensteiger Residenzschloss auch auf kritische Themen wie das Fahren mit Segways in der freien Natur zu sprechen gekommen.
"Stäffele nauf, Stäffele nab" sangen die "Goißatäler" in ihrer Hommage auf den württembergischen Wein. Immer auf Achse waren aber auch die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins Filsgau, die bei ihrer Gauversammlung im Wiesensteiger Residenzschloss auf ein erfolgreiches Wanderjahr zurückblickten. In insgesamt 1361 Stunden haben die 33 Filsgauortsgruppen mit ihren 47 Wegwarten und Streckenpflegern mehr als 1022 Kilometer Wanderwege und 181 Kilometer Rundwanderweg gepflegt und damit einen beachtlichen Beitrag zum Landschafts- und Naturschutz geleistet.
Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Der mehr als 100 Jahre alte Albnordandweg (HW 1) ist jetzt nach den strengen Kriterien des Deutschen Wanderverbands auf der vollen Länge zwischen Donauwörth und Tuttlingen als "Qualitätswanderweg" ausgewiesen und spielt damit in einer Liga mit dem Schwarzwaldwanderweg und dem Rennsteigweg. Das ist beim Landkreis offenbar noch nicht richtig angekommen. Am Stand des Stauferkreises auf der CMT jedenfalls, sagte Gauwegmeister Hans-Peter Huber, habe er keinen Hinweis auf den zertifizierten HW 1 gefunden. "Wenn Sie es wünschen, bin ich gerne bereit, Ihnen persönlich die schönsten Stellen zu zeigen", spielte Huber dem Landrat den Ball zu.
Edgar Wolff hat allerdings zumindest schon einen Blick in die neue Wanderdaten- und Tourenbank auf der Internetseite des Filsgaus geworfen. Dort gibt es für das eigene Wegenetz von 850 Kilometern Länge mehr als 100 Wandervorschläge. Wolff lobte dieses "Alleinstellungsmerkmal" und betonte, dass der Albverein trotz seines hohen Alters jung geblieben sei.
Kritisch diskutierte die Gauversammlung über das Spaß- und Trendfahrzeug Segway, dessen Gebrauch einige Gemeinden zulassen wollen. Während der Landrat zu Kompromissen nach dem Wiesensteiger Modell neigt (Probetrieb unter gewissen Auflagen), schließt sich der Albverein der ablehnenden Haltung des Landes-Naturschutzverbands an. "Hier gibt es für den Albverein kein Wenn und Aber", machte Gaunaturschutzwart Rainer Maier deutlich. Der Elektroroller sei inzwischen geländegängig. Damit bestehe die Gefahr, dass mit ihm über Wiesen gefahren wird.
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Autor: BORIS-MARC MÜNCH | 22.03.2010
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Die "Goißatäler" sangen "Stäffele nauf, Stäffele nab". Im Übrigen schnitt die Gauversammlung des Albvereins auch kritische Themen an. Foto: Boris-Marc Münch
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