Klinik stellt sich Qualitätskontrolle Bundesweite Erhebung offenbart Stärken und Schwächen am Eichert
Göppingen. Die Göppinger Klinik am Eichert kann bei der Behandlung von Herzinfarkten und Dickdarmtumoren punkten. Die Defizite bei Hirninfarkten sollen mit Hilfe externer Fachleute beseitigt werden.
Ab Montag legt die Klinik am Eichert ihre Stärken und Schwächen im Internet offen. Dann kann jedermann nachlesen, wie erfolgreich die Ärzte Patienten bei ernsten Krankheiten, etwa bei Lungenentzündungen oder bei Herzinfarkten behandeln.
Die Bewertung ist das Ergebnis der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), einer Erhebung, an der sich bundesweit rund 190 Kliniken beteiligt haben. Die jährlich neu erhobenen und veröffentlichten Daten sollen die Behandlungsqualität in den Häusern objektiv und umfassend darstellen.
Die Klinik am Eichert will das IQM-Verfahren nutzen, um Schwachstellen aufzudecken und zu beseitigen. "Durch die Veröffentlichung unserer Werte stellen wir uns dem Qualitätswettbewerb", sagt Geschäftsführer Professor Jörg Martin. Ziel sei es, Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen, erklärt der Ärztliche Direktor, Professor Gerd Becker. "Die IQM-Werte belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo Handlungsbedarf besteht." Wo Defizite zutage träten, wolle man nachbessern, verspricht Jörg Martin.
Darüber hat die IQM-Analyse bereits Aufschlüsse geliefert. Während die Ärzte bei der Behandlung von Herzinfarkten und Dickdarmtumoren punkten, gibt es bei Hirninfarkten Nachholbedarf.
Jörg Martin will nun mit dem so genannten Peer-Review-Verfahren, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Der Ansatz setzt auf den Rat anderer Häuser, die sich an der IQM-Erhebung beteiligen. Experten von außen sollen den Ärzten am Eichert Tipps geben, wie die Schwachstellen bei der Behandlung beseitigt werden können. "Unser verantwortlicher Chefarzt setzt sich mit Kollegen aus anderen IQM-Mitgliedskliniken zusammen, um gemeinsam kritische Patientenfälle auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen zu analysieren", erklärt Martin. Sobald die Schwachstellen identifiziert seien, gehe es an die Maßnahmen zur Beseitigung. tf
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www.initiative-qualitaetsmedizin.de
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17.04.2010
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Bei der Behandlung von Herzinfarkten steht die Göppinger Klinik am Eichert gut da: Das Bild zeigt eine moderne Herzkathederanlage. Foto: Archiv
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