KOMMENTAR · KREISSPARKASSE: Mit gutem Beispiel voran

Bei der Einweihung des Kreissparkassen-Hochhauses im August 1975 hat Göppingens damaliger Oberbürgermeister Dr. Herbert König den Neubau als eine "Visitenkarte der Hohenstaufenstadt" bezeichnet. Das stimmt. Der Betonbau ist weithin sichtbar. Allerdings mehrten sich doch bald die Stimmen, die in dem Hochhaus eher einen architektonischen Sündenfall der frühen 70er Jahre als ein Aushängeschild der Stadt erkannten. Unumstritten war das Hochhaus nie. Deshalb ist es gut, dass die Kreissparkasse die Gunst der Stunde nutzt und dem Gebäude ein neues Gesicht verleiht. Glasfassaden sind ja nicht grundsätzlich kalt und abweisend.

Aus mehreren weiteren Gründen ist das Ja zur schnellen Sanierung eine gute Nachricht. Zum einen wird die Energiebilanz sich bald deutlich verbessern. Das Kreditinstitut geht damit auch beim Ressourcenverbrauch mit gutem Beispiel voran.

Zum zweiten zeigt die Entscheidung des Aufsichtsrats, dass das Unternehmen mit seinen 1100 Mitarbeitern gut dasteht. Bei seinem Bau war das Hochhaus ein Zeichen des stürmischen Wachstums. Heute, kurz nach der Bankenkrise, symbolisiert seine Sanierung Stabilität.

Zum dritten setzen die Banker damit auch ein Zeichen für die gesamte Bahnhofsgegend. Jetzt ist die Kommune dran. Eigentlich wollte Oberbürgermeister Guido Till schon Ende 2010 mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes beginnen. ARND WOLETZ


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30.07.2010

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