Hospiz im Hammer-Park
Kreis Göppingen. Das stationäre Hospiz im Landkreis Göppingen soll im Faurndauer Hammer-Park entstehen. Der Trägerverein stellte jetzt die Pläne der Öffentlichkeit vor. Die Kosten sind mit rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt
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Die Pläne für das Sterbehaus im Landkreis Göppingen werden konkret. Der Verein für ein stationäres Hospiz hat jetzt die Pläne für das Projekt vorgestellt. Das Projekt soll im Faurndauer Hammer-Park entstehen. Mit einbezogen wird die Hammer-Villa. Die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes, sowie der sich anschließende Neubau werden rund 1,3 Millionen Euro kosten. Geht es nach Klaus Riegert, dem Vorsitzenden des Vereins für ein stationäres Hospiz im Kreis, soll noch in diesem Jahr für das Vorhaben der erste Spatenstich vollzogen werden. Voraussetzung für den Baubeginn ist jedoch, dass der Verein mindestens über die Hälfte der Baukosten verfügt. Deshalb läuft jetzt eine große Spendenkampagne an.
Klaus Riegert macht Dampf: Für ihn wird nun lange genug über das Projekt geredet. Jetzt sollen Taten folgen. Die Stadt Göppingen hat dem Verein für das Hospiz die alte Hammer-Villa im gleichnamigen Park in Faurndau angeboten. Für den Vorstand des Vereins ein idealer Standort. Architekt Peter Welz hat die Pläne für das Vorhaben erarbeitet. Es sieht vor, die Hammer-Villa für die Verwaltung des Sterbehauses sowie für die Unterbringung des ambulanten Hospizdienstes zu nutzen. Dadurch könne die denkmalgeschützte Bausubstanz weitgehend erhalten werden.
Im angrenzenden zweigeschossigen Neubau sollen dann acht Zimmer samt Nebenräumen entstehen. Die Zimmer sind jeweils zur Hälfte nach Westen und nach Osten gerichtet. Von den Fenstern aus blicken die Patienten dann jeweils in das Grün des Hammer-Parks. Dieser bleibt, so Peter Welz bei der Vorstellung der Pläne, nahezu komplett erhalten. Lediglich ein Baum müsse dem Neubau weichen. Auch die Wege durch den Park bleiben bestehen, Parkplätze werden direkt an der Salamanderstraße entstehen.
Klaus Riegert zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Grundstück ein Standort gefunden werden konnte, der auch mit Zug und Bus gut zu erreichen ist. Das Gelände befindet sich unweit vom Faurndauer Bahnhof. Den überarbeiteten Plänen von Welz hat diese Woche auch das Denkmalamt Zustimmung signalisiert. Schon zuvor hatte Riegert die Fraktionsvorsitzenden des Göppinger Gemeinderates über das Vorhaben informiert und grünes Licht erhalten. Es sei vorgesehen, dass sich die Stadt mit der alten Villa und dem Grundstück als Kommandist an der geplanten Kommanditgesellschaft (KG) beteiligt, die als Investor auftritt. Auch die Kirchen, der Landkreis und anderen Einrichtungen haben signalisiert, der KG beitreten zu wollen. Betrieben werden soll das Hospiz später von einer gemeinnützigen GmbH, die Komplementärin der KG sei und die Geschäfte der KG führe, so Rechtsanwalt Markus Staudenmaier. Der bestehende Verein "Hospiz im Landkreis Göppingen" werde Alleingesellschafter der gemeinnützigen Betreibergesellschaft.
Nachdem Immobilie und Grundstück für das Hospiz gefunden sind, sollen, so Riegert, noch im Mai oder Juni die Mitglieder des Vereins in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Pläne für das Projekt absegnen. Danach sollen die Baupläne zur Genehmigung vorgelegt werden. Riegert fasst einen Baubeginn noch in diesem Jahr ins Auge. Voraussetzung sei jedoch, dass bis dahin der Verein über mindestens die Hälfte der Investitionssumme verfügt. Um dies zu erreichen will der Verein jetzt kräftig die Werbetrommel rühren.
Riegert ist allerdings zuversichtlich, dass das hochgesteckte Ziel erreicht werden kann. Schließlich gebe es mittlerweile im Landkreis eine breite Schicht an Befürwortern. Für den Parlamentarier ist es außerdem wichtig, dass sich auch Landrat und Oberbürgermeister klar zu dem Vorhaben bekannt haben.
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Autor: RÜDIGER GRAMSCH | 03.04.2010
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Die denkmalgeschützte Villa Hammer in Faurndau soll Teil des Sterbehauses werden, das der Verein für ein Hospiz realisieren will. Das 1856 errichtete Haus soll um einen zweigeschossigen Zweckbau erweitert werden. Foto: Giacinto Carlucci
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Kommentare (2)
Was passiert mit den Mietern in der Hammer-Villa...
Die Hammer-Villa hat viele Jahre Mietern eine Heimat geboten. Diese Mieter erfahren aus der Presse, dass Ihr baldiger Auszug nun beschlossene Sache ist. Warum schreiben Sie nicht, dass die Stadt den Mietern Hilfe bei ihrer Wohnungssuche anbietet - denn das tut sie doch sicher. Oder ?Hospiz im Hammerpark
Das Hospiz in der Hammer-Villa mit Anbau ist eine sehr gute Idee, das möchte ich gleich voraus schicken. Was jedoch nicht in dem Artikel zum Ausdruck kommt ist, dass in der Hammer-Villa noch zwei Wohnungen vermietet sind, eine davon an mich und meine Kinder. Das sollte bei dem Druck des Herrn Riegert doch bitte berücksichtigt werden. Und noch eins: wenn ich aus meinem Wohnzimmer gen Westen schaue, sehe ich den Overfly der Baumbestand ist eine Reihe. Und wenn nur ein Baum gefällt werden muss für den Anbau, dann frabe ich mich, was wird unter einem Baum verstanden, Ich sehe mehrere Bäume, wenn ich aus meinen Fenstern Richtung geplantem Anbau schaue. Was passiert mit dem "Waschhäusle"? Möge dem Vorhaben des Hospizvereines das Glück hold sein, aber es wäre auch unser dringlicher Wunsch an uns momentane Mieter zu denken.